Blähungen: Ursachen und was dagegen hilft

- Blähungen, Flatulenzen, Luft im Bauch und andere Verdauungsprobleme sind noch immer Tabuthemen, die gerne totgeschwiegen werden. Zu Unrecht, denn Betroffene leiden häufig sehr unter den Beschwerden, trauen sich kaum mehr unter Menschen - dabei gibt es Abhilfe und mit einfachen Mitteln lassen sich Blähungen häufig in den Griff bekommen. Wir klären über die Ursachen auf und verraten, welche Mittel gegen Blähungen tatsächlich helfen, was die Ernährung damit zu tun hat, wann Hausmittel ausreichen und wann ein Gang zum Hausarzt unumgänglich ist!

Frau mit Blähungen

Blähungen sind meistens harmlos, aber sehr lästig. Wir verraten, welche Ursachen Blähungen haben, was ihr tun könnt, dass sie gar nicht erst entstehen und welche Hausmittel am besten helfen!

Blähungen Ursachen

In der Regel sind Blähungen (auch Flatulenz genannt) harmlos, doch ein aufgeblähter Bauch (Meteorismus), Rumoren im Magen, Völlegefühl und ständiges Furzen sind unangenehm, peinlich und im Alltag sehr belastend - besonders wenn dies regelmäßig der Fall ist. In den meisten Fällen ist die Ernährung Ursache für Blähungen, die sich mit ein paar Umstellungen jedoch gut in den Griff bekommen lässt. Mitunter können aber auch richtige Lebensmittelunverträglichkeiten für einen Blähbauch, Völlegefühl bis hin zu schmerzhaften Bauchkrämpfen und Koliken führen. Dazu zählen: Fruktoseintoleranz (Unverträglichkeit von Fruchtzucker), Laktoseintoleranz (Unverträglichkeit von Milchzucker) oder Zöliakie(Unverträglichkeit von Gluten). Die Grenzen zum Krankhaften sind hier fließend. Im Zweifelsfall solltet ihr auf jeden Fall euren Hausarzt aufsuchen, insbesondere wenn zu den Blähungen weitere Beschwerden wie Durchfall, Bauchkrämpfe oder unregelmäßiger Stuhlgang hinzukommen. Eine der häufigsten krankhaften Ursachen von Blähungsbeschwerden ist wohl der Reizdarm - rund acht Millionen Deutsche leiden darunter.

Blähbauch: Was verursacht Blähungen?

In den meisten Fällen ist die Ernährung schuld, wenn es im Bauch zwickt und Blähungen uns belasten. Besonders Kohlgemüse, Hülsenfrüchte, Zwiebeln, Knoblauch, fettes Fleisch und Wurstwaren, ofenfrisches Brot, unreifes Obst sowie viele Nusssorten und allgemein ballaststoffreiche Lebensmittel wirken blähend. Diese Lebensmittel enthalten bestimmte Inhaltsstoffe wie Fette, Schwefel oder Kohlenhydrate, welche die Gasproduktion im Darm anregen. Auch Zuckerausstauschstoffe wie beispielsweise Sorbit (häufig in Light-Produkten enthalten) verursachen bei vielen Menschen Blähungen. Daher sollten Betroffene Light-Produkte und Fertiggerichte im allgemeinen meiden. Auch kohlensäurehaltige Getränke sollten vom Speiseplan gestrichen werden.

Apropos Blähbauch: Schon mal vom Food Baby gehört?

Mögliche Auslöser für Blähungen auf einen Blick

  • ballaststoffreiche Lebensmittel
  • Kohlgemüse, Hülsenfrüchte, Zwiebeln, Knoblauch, fettes Fleisch und Wurstwaren
  • kohlensäurehaltige Getränke und Bier
  • Zuckeraustauschstoffe wie zum Beispiel Sorbit (in vielen Diät- und Lightprodukten enthalten)
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten: Fruktoseintoleranz, Laktoseintoleranz, Zöliakie
  • Schwangerschaft
  • Behandlung mit Antibiotika
  • Reizdarm

Gezieltes Weglassen und Testen, welche Lebensmittel vertragen werden bzw. für Blähungen sorgen, kann Abhilfe verschaffen. Doch nicht nur bestimmte Lebensmittel können Blähungen verursachen, auch zu schnelles Essen und zu wenig Kauen können für Luft im Bauch sorgen. Verdauungsprobleme sind somit häufig auch Kopfsache, denn bei Zeitnot, Stress oder Nervosität essen viele Menschen zu hastig und schlucken dabei auch eine Menge Luft. 

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FODMAP ist die Abkürzung für "fermentable oligo-, di- and monosaccharides and polyols". Bei einer FODMAPs reduzierten Ernährung werden bestimmte Lebensmittel gemieden, um Beschwerden wie beispielsweise Blähungen, Völlegefühl, Krämpfe oder Durchfall zu lindern. Auch Menschen mit Reizdarmsyndrom verspricht die Fodmap-Ernährung Besserung. Reduziert werden hierbei Nahrungsmittel mit hohen Anteilen von Fructose, Lactose, Fruktane, Galactane und Polyole. Wie klären auf, wie das in der Praxis genau aussehen kann und wie sich eine Low Fodmap Ernährung in den Alltag integrieren lässt. Plus: Wir haben leckere Fodmap Rezepte!
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Was hilft gegen Blähungen?

Blähungen lassen sich im Regelfall (wenn nicht krankheitsbedingt) ganz einfach in den Griff bekommen. Im ersten Schritt solltet ihr eure Lebensgewohnheiten überprüfen - ein paar Veränderungen können da schon Wunder wirken, wie z.B. der Verzicht auf besonders blähende Lebensmittel (siehe oben). Jeder muss dabei für sich austesten, welche Speisen er am wenigsten verträgt. Dabei hilft ein Ernährungstagebuch. Wer nicht vollständig auf blähende Speisen verzichten kann oder will, sollte diese mit Kreuzkümmel, Koriander oder Ingwer verfeinern. Diese Gewürze haben eine blähungsmindernde Wirkung und damit einen positiven Einfluss auf die Verdauung. Auch mehrere kleine, leicht verdauliche Portionen am Tag statt weniger großer Mahlzeiten können Abhilfe schaffen. Außerdem ist regelmäßige Bewegung (am besten an der frischen Luft) wichtig, denn so wird der Darm entlastet und Blähungen bekämpft. Falls Stress oder andere Sorgen Auslöser für die Verdauungsprobleme und Blähungen sind, können ein kluges Stress-Management, Meditation oder Entspannungs-Übungen die Beschwerden lindern.

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Mittel gegen Blähungen - gute Hausmittel

  • Heilpflanzen: Fenchel, Pfefferminz, Anis, Koriander, Kümmel oder Ingwer wirken krampflösend 
  • Mineralerde (30 bis 60 Minuten vor den Mahlzeiten einnehmen)
  • Leibauflagen: Wickel und Auflagen für den Bauchbereich - kalt oder warm
  • entschäumende Präparate wie Dimeticon und Simeticon (auch für Schwangere geeignet)
  • Darmreinigung

Auch das solltet ihr euch mal ansehen: Jeder Zweite ist Träger von Candida - einer Gruppe von Hefepilzen - und weiß davon gar nichts. Die Pilzinfektionen bleiben oft unentdeckt, sind aber Auslöser für vielseitige Beschwerden - Alles über Darmpilz und was dagegen hilft