Biotin: Alles über das 'Schönheits-Vitamin'

- Das Vitamin Biotin ist im menschlichen Körper unter anderem für den Erhalt gesunder Haut, Haare und Nägel wichtig. Da man schon früh seine Bedeutung für Haut und Haare erkannte, hat Biotin als Nahrungsergänzungsmittel einen wahren Boom erlebt: Biotin-Kapseln und Biotin-Tabletten sollen für schöne Haare sorgen, die Fingernägel stärken und gegen entzündliche Hautreaktionen wie Akne wirken. Doch was ist tatsächlich dran an dem 'Schönheits-Vitamin'? Und wie wirkt sich ein Mangel aus?

Elsa Hosk

Biotin gilt als natürliche Wunderwaffe für Haut und Haar

Wozu braucht der Körper Biotin?

Biotin, auch Vitamin B7 oder Vitamin H genannt, wird für den Erhalt gesunder Haut, Haare und Nägel benötigt. Zudem ist Biotin am Fett-und Eiweißstoffwechsel beteiligt und spielt eine Rolle bei der korrekten Umsetzung der im Erbgut enthaltenen Information.

Wie decke ich den Tagesbedarf an Biotin?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt eine tägliche Aufnahme von 30 bis 60 Mikrogramm für Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren. Dabei handelt es sich um Schätzwerte. Wie viel Biotin der Körper genau benötigt, ist allerdings nicht bekannt. Erwachsene, die gemischte Kost essen, decken ihren Biotinbedarf über die tägliche Nahrung meist ohne Probleme ab. Nahrungsergänzungsmittel mit Biotin sollten daher mit Bedacht konsumiert werden.

In welchen Lebensmitteln ist Biotin enthalten?

Biotin findet sich zum Beispiel in Leber, Eigelb sowie in Hefe. Außerdem steckt Biotin in vielen pflanzlichen Lebensmitteln - darunter Nüsse, Haferflocken, Sojabohnen und ungeschälter Reis.

Biotin-Mangel: Das sind die Symptome

Ein Biotin-Mangel macht sich erst nach längerer Zeit bemerkbar. Er äußert sich zum Beispiel in Haarausfall und Muskelschmerzen. Außerdem kann das Nervensystem gestört werden und depressive Verstimmungen entstehen.

Das Risiko für einen Mangel besteht hauptsächlich bei Menschen mit angeborener gestörter Biotinverwertung oder solchen, die dauerhaft eine Diät machen, bei der sie wenig Biotin zu sich nehmen. Auch bei Schwangeren ist Vorsicht geboten, auch sie sind laut Bundesinsitut für Risikobewertung (BfR) möglicherweise ebenfalls eine Risikogruppe für eine Biotinmangelversorgung.

Besonders Vegetarier und Veganer sollten vielmehr auf ihre Vitamin B12-Versorgung achten: Vitamin B12: So erkennt ihr einen Mangel.