Experten verraten: Darum nehmen kleinere Menschen langsamer ab

Ein paar Kilo zuzulegen, wenn man 1,80m groß ist keine große Sache - man merkt es vielleicht nicht einmal. Aber wenn man 1,52m groß ist? Da heißt es schnell einmal "Hallo Rettungsring"! Das viel Frustrierendere aber: Die gleichen Kilos zu verlieren, ist ebenso viel schwerer wenn man kleiner ist. Wir verraten euch, warum!

Frauen beim Sport

Es ist bewiesen: Je größer ihr seid, desto größer ist euer Grundumsatz an Kalorien

Wir alle kennen das Gefühl, bei uns scheinen sich Speckpölsterchen immer schneller anzusetzten als bei unseren größeren Freundinnen. Dass das nicht nur an unserer Ernährung liegt, ist jetzt auch wissenschaftlich bewiesen. Und der Grund dafür ist sogar denkbar einfach und plausibel: Kleinere Frauen haben einen langsameren Stoffwechsel. Dr. Craig Primack, Präsident der Obesity Medicine Association erklärt das so: "Die durchschnittliche Frau hat einen Grundumsatz (BMI) von 1.400 Kalorien im Ruhezustand pro Tag. Das heißt, wenn sie 24 Stunden im Bett liegt, verbrennt diese Anzahl an Kalorien. Diese Zahl lässt sich allerdings nicht generalisieren. Manche  Frauen, die kleiner als 1,55m sind, verbrauchen pro Tag nur etwa 1.200 Kalorien, während andere über 1,75m knapp  1.750 Kalorien oder mehr pro Tag verbrauchen."

Warum ist das Leben so unfair?

Die kurze Antwort: Je kleiner der Körper ist, desto weniger Energie benötigt er - und desto weniger verbrennt er auch.

Genauer gesagt: Kleinere Frauen verfügen über eine geringere Körpermasse, so Primack. Zu der Körpermasse zählen Muskeln, Organe, Knochen, Bindegewebe - im Grunde alles, was nicht Fett oder Wasser ist. Unsere Körpermasse ist der größte Faktor dafür, wie viele Kalorien unser Körper tatsächlich verbrennt.  

Eine in der medizinischen Fachzeitschrift 'Plos One' veröffentlichte Studie bestätigt, dass die Größe der Nieren, des Gehirns, der Leber und der Muskeln ca. 43 Prozent der Unterschiede zwischen den Grundumsatzraten der Menschen ausmacht. Und ja, die Organgröße ist proportional zur Gesamtkörpergröße. Das heißt: Kleinere Menschen haben kleinere lebenswichtige Organe als größere - und verbrennen daher im Ruhezustand weniger Kalorien.

Kleinere Menschen neigen im Allgemeinen außerdem dazu, weniger Muskeln aufzubauen. Denn ein kurzes Bein braucht weniger Muskelkraft als ein langes. 500 Gramm Muskelmassen verbrennen im Schnitt  etwa sechs Kalorien pro Tag im Ruhezustand, treiben wir Sport, verbrennen sie umso mehr. Je mehr Muskelmasse wir also besitzen, desto mehr Kalorien verbraucht unser Körper

Natürlich gibt es aber auch andere Wege, den langsameren Stoffwechseln zu überlisten, zum Beispiel durch eine proteinreiche Ernährung und Krafttraining.

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