Chignon: Frisur zum Hochstecken in allen Variationen

- Der Chignon ist eine klassisch-elegante Hochsteckfrisur, die je nach Typ und Lust und Laune variantenreich abgewandelt werden kann. Wichtig sind eine gewisse Grundlänge der Haare und das passende "Werkzeug". Alle Infos zu Dutt und Chignon stecken hier.

Der Chignon in zwei varianten

Der Chignon in zwei Varianten, als lockere Banane und als Nackenknoten (Bild: BST Photos)

Der Chignon als Frisuren Klassiker

Die schlichte Chignon Frisur stammt aus der Zeit Mitte des 19. Jahrhunderts, als die so genannte Krinolinenmode en vogue war. Die Damen trugen zu romantischen Kleidern mit Reifrock einen Haarknoten, eben den Chignon, und seitliche Korkenzieherlocken – romantisch und mädchenhaft! Die Geschichte zur Chignon Frisur findet sich unten.

Sie wollen Bilder vom Chignon und Dutt? Hier sehen Sie die aktuellen Hochsteckfrisuren und eine Anleitung, um den oben abgebildeten Chignon selbst nachzustylen.

Der Nackenknoten: Einfache Chignon Variante selber machen

Der einfachste Chignon ist auch heute noch der Nackenknoten. Für den Haarknoten im Nacken kämmen Sie Ihre Haare straff nach hinten, drehen sie zu einem Knoten ein und stecken sie mit Haarnadeln fest. Einen romantischeren Look erreichen Sie, wenn Sie die Haare lockerer binden und seitlich ein paar Strähnen hervorzupfen – oder mit einem Lockenstab in weiche Wellen legen.

Bekannte Chignon Variante: die Banane

Haben Sie schon einmal von der "Banane" gehört? Sie gehört zu den Klassikern unter den Hochsteckfrisuren schlechthin und passt zu jeder Gelegenheit. Kämmen Sie Ihre Haare dazu am Hinterkopf zunächst auf nur eine Seite – eventuell mit Haarklammern fixieren. Ziehen Sie die Haare straff und rollen Sie die dicke Strähne "bananenförmig" zur Mitte hin ein. Zum Schluss eine dicke Haarnadel von unten nach oben hindurch stecken und fixieren, fertig ist der Klassiker unter den Chignons.

Auch in Hollwood ist der Chignon beliebt - die lockeren Hochsteckfrisuren der Stars

Für jeden Typ die passende Frisur

Der Chignon ist so facettenreich, dass Sie Ihre Fantasie spielen und Ihrer Kreativität freien Lauf lassen können. Je nachdem, ob Sie eine auffallende Hochsteckfrisur möchten, können Sie die Haare beispielsweise antoupieren, Strähnen zu Schleifen legen und mit Haarklammern feststecken. Vielleicht lassen Sie sich auch vom Friseur eine oder zwei Varianten zeigen, die gut zu Ihrem Typ und Ihrer Gesichtsform passen.

Der Haarknoten lässig interpretiert

Elegante Frisur, auch wenn die Haare nicht akkurat gesteckt sind? Dieser Look beweist, dass auch ein lässiger Chignon mit dem richtigen Styling chic und edel aussehen kann.


Glamour-Faktor
Erhöhen Sie den Glamour-Faktor des Chignons, indem Sie ein Haarspray mit Glimmer-Elementen bzw. Haarlack verwenden oder ein wenig glänzendes Gel in die Haare einarbeiten. Dazu passt z. B. auch eine glamouröse Haarspange mit Strasssteinen.

Festliche Frisuren mit Anleitungen - natürlich auch mit Chignon selber machen in dieser Galerie zusammengestellt:

Festfrisuren

Lust auf Nachstylen bekommen? Hier erklären wir den Look zum selber machen im Video Step by Step: Nackenknoten Anleitung

Geschichtsträchtige Frisur: Der Chignon

Der Chignon ist ein kunstvoll geflochtener Haarschmuck, der meist im Nacken befestigt wird. Weitere gängige Bezeichnungen lauten "Dutt" oder "Nackenknoten". Tänzerinnen, insbesondere Ballerinas, tragen ihn sehr gern, um zum einen die Haare aus dem Gesicht zu halten und sich zum anderen mitunter etwas größer zu schummeln. Zu letzterem Zweck wird der Chignon nicht im Nacken, sondern möglichst weit oben auf dem Kopf geknotet - auch heute wieder Trend: Der Berlin Dutt. Davon abgesehen wird der Chignon nicht nur im Alltag gern getragen, sondern mit entsprechendem Schmuck ebenso zu Hochzeiten und sonstigen edlen Veranstaltungen.

Der Chignon hat eine recht aufregende Geschichte:
Beispielsweise wurde er 1868 vom damaligen Papst auf den Index gesetzt und sein Tragen strengstens verboten. So war er einige Jahre strikt verpönt. Um 1880 wurde der Chignon sehr gern von Reiterinnen, durchaus unter Zuhilfenahme entsprechender, künstlicher Haarteile, getragen.
Die Damen hoch zu Ross knoteten den Chignon zu ihren eleganten Reiterkostümen vornehm unter dem Zylinder und befestigten ihn mit Haarnadeln. Diese waren jedoch zu jener Zeit längst nicht so ungefährlich wie heutzutage, so dass es bei einem Sturz zu lebensgefährlichen Verletzungen kommen konnte, da die Haarnadeln in den Kopf der Damen einzudringen drohten. Auch das war einem weiteren Tragen des Chignons eher abträglich.
Später galt er in Anbetracht des großen Wertes, welcher beispielsweise der Schicklichkeit bei Rocklängen und -weiten beigemessen wurde, eher nicht als angemessen, da der Chignon als zu aufreizend empfunden wurde. Völlig von der Bildfläche verschwand er jedoch nie. Spätestens in den 1970er Jahren erlebte er eine weitere Renaissance. Mit dünnen Zöpfen, Spirallöckchen oder Blümchen ergänzt, wurde der Chignon vor allem zur seinerzeitigen Midi-Mode äußerst gern getragen. Dem ansonsten eher nüchternen Look wurde so eine romantische Note verliehen.

Die schlichteste Form des Chignons ist ein simpler, aus einem Zopf fest gedrehter Knoten. Durch das sehr straffe Drehen des Haares wirkt diese Variante fast immer sehr streng und wird meist als "korrekte Bürofrisur" bevorzugt. Etwas verspielter und damit weicher wirkt der Chignon, wenn er professionell, Strähnchen für Strähnchen, hochgesteckt wird oder seitlich des Kopfes einige Strähnchen heraus fallen und diese, sofern je nach Haartyp möglich, zu sogenannte Korkenzieherlocken gedreht oder mit Haarspray fixiert werden.
Je nach Fülle und Länge des Haares können künstliche Haarteile eingebunden werden: Wie bringe ich ein Haarteil an? Und um den Chignon zu wahrer Pracht erblühen zu lassen, können sichtbare Haarnadeln oder Perlenschmuck, kleine Schleifen oder Kämme sowie Glitzerspray zusätzliche Akzente setzen.