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Alt 25.08.2012, 18:03 1 (permalink)  
 
Jolie-Lady
Benutzerbild von caramely
Registriert seit: 25.08.2012
Beiträge: 12
Eine Geschichte über Veränderung
Hey meine Lieben, ich habe diese Geschichte hier noch gefunden....habe ich vor ein paar Jahren geschrieben. Habe vor, sie in einem Kinderbuch drucken zu lassen, in einem, wo mehere tiefgehende Geschichten (mit Sinn eben) zusammengefasst sind......wäre für konstruktive Kritik sehr dankbar, würde mich sehr interessieren ob sie euch gefällt. Wichtig ist, dass sie eben auf Kinder abzielt, daher nicht aus Erwachsenen-Perspektive alles ganz genau hinterfragen.... Also schreibt mir eure Kommentare....Bussi, caramely


Draußen zwitscherten die Vögel und die Sonne schien in das Zimmer des kleinen Niko, welcher heute seinen 8. Geburtstag feierte. Der Bub räkelte sich in seinem Bett und rief nach seinem Papa. Dieser betrat das Zimmer und setzte sich zu seinem Sohn ans Bett. „Papa! Ich bin jetzt schon 8! 7 zu sein war doch viel besser, weil jetzt alles anders ist!“ Der Vater küsste seinen Sohn auf die Wange, wünschte ihm alles Gute zum Geburtstag und sagte sanft: „Aber Niko, du wirst jedes Jahr älter.“ Niko verzog das Gesicht und meinte: „Vorher war es anders, da hab‘ ich es lieber gehabt!“ Der Vater meinte: „Alles verändert sich, mein Sohn“. Dann ging er in die Küche, richtete das Frühstück und aß mit Niko zusammen eine große Schokotorte.
Am Nachmittag entschlossen sich die beiden, Eislaufen zu gehen. Das hatten die beiden schon lange nicht mehr gemacht. Beim Anziehen der Eislaufschuhe meinte Niko empört: „Papa, das drückt! Die Schuhe sind mir zu klein.“ Der Vater seufzte: „Auch die Größe deiner Füße verändert sich, mein Kind.“ „Veränderungen mag ich gar nicht“, entgegnete der Bub, „warum können Dinge, die passen nicht auch passend bleiben? Das wäre viel schöner.“ Der Vater seufzte abermals: „Was einmal ist, ist nicht für immer, nichts hält ewig, mein lieber Sohn.“
Eine Woche später erwachte Niko früher als sonst und auch an diesem Tag zwitscherten die Vögel und die Sonne schien in sein Zimmer. Er rief nach seinem Vater, doch dieser antwortete nicht und kam auch nicht zu ihm ans Bett. So beschloss der Bub, nachzusehen und ging durch das ganze Haus. Nirgendwo fand er seinen Papa, nicht in der Küche, nicht im Schlafzimmer, nicht im Bad, nicht im Wohnzimmer, nicht einmal draußen im Gartenhäuschen, wo er so gerne arbeitete, war er zu finden. Niko bekam Angst und legte sich wieder in sein Bett, um auf seinen Papa zu warten. Da öffnete sich die Tür und seine Tante Irmgard betrat den Raum. „Hallo Niko“, sprach sie. Sie setzte sich an Nikos Bett. „Hör mir zu“, sprach sie, „du musst jetzt tapfer sein. Es wird sich viel in deinem Leben verändern.“ Niko erhob sich und starrte seine Tante unglaubwürdig an. „Ich mag aber nicht, dass sich was verändert!“, sagte er und verschränkte die Arme. Der Tante schossen Tränen in die Augen. Nachdem sie sich kurz gefasst hatte, sprach sie weiter: „Dein Papa ist tot.“ Niko hielt den Atem an. „Du ziehst zu mir, hörst du, ich hab dich lieb. Wir schaffen das schon, wir beide.“ Niko begann zu weinen, doch so richtig begreifen konnte er noch nicht, was er soeben erfahren hatte. „Dein Papa hat dich sehr lieb gehabt. Er hat mir einen Brief für dich mit gegeben, du sollst ihn lesen, wenn dir danach ist.“ Niko nahm das Kuvert, versteckte sich unter seiner Decke und wollte einfach nur allein sein. Er weinte stundenlang bis er einschlief, und als er wieder aufwachte schien keine Sonne mehr in sein Zimmer und keine Vögel zwitscherten mehr. Da fiel ihm der Brief wieder ein. Er öffnete ihn und begann zu lesen: „Mein lieber Sohn, es tut mir leid, dass ich nicht länger bei dir bleiben konnte. Die Ärzte haben mir gesagt ich muss sterben, und so habe ich jede Minute mit dir genossen. Die Zeit vergeht und bringt Veränderungen mit sich. Ich weiß, dass du Veränderungen nicht magst, aber sie sind ein wichtiger Bestandteil des Lebens. Sei offen für Neues, damit du glücklich wirst, mein lieber Sohn. Denn Veränderungen bedeuten oft auch Gutes. So hoffe ich, dass du mich nie vergisst und es schaffst, mit der Zeit und den Veränderungen deinen Weg zu gehen. Ich habe dich lieb. Dein Papa“
Niko presste den Brief fest an sich und weinte bitterlich. Und obwohl sich alles in seinem Leben auf einen Schlag verändert hatte, fühlte er sich stark genug um den Veränderungen ins Auge zu blicken, denn er schwor sich immer nach den letzten Worten seines Papas zu leben, damit dieser vom Himmel auf ihn hinabsehen und stolz auf seinen Sohn sein konnte.
Alt 26.08.2012, 21:56 2 (permalink)  
 
Jolie-Princess
Benutzerbild von itsJennyyy
Registriert seit: 23.05.2011
Beiträge: 57
Meiner Meinung nach ist die Geschichte für Kinder ungeeignet. Ich glaube, dass sie Kindern eher Angst machen würde als alles andere.
Es gibt nichts schlimmeres, als das ein Elternteil stirbt. Natürlich gibt es im Leben Veränderungen und es ist an sich eine gute Idee ein Kind auf so etwas vorzubereiten, jedoch kann man dies auch auf eine positivere Art und Weise machen.

Hoffe die Kritik hilft dir weiter. Gibt sicherlich auch Leute die darüber 'ne ganz andere Auffassung haben als ich.

Liebe Grüße
Alt 26.08.2012, 23:26 3 (permalink)  
 
Jolie-Goddess
Benutzerbild von lenamaus92
Registriert seit: 13.05.2012
Beiträge: 691
Also ich stimme meiner Vorrednerin zu. Für Kinder finde ich die Geschichte einfach nicht geeignet.
Klar sollte man ein Kind schon irgendwie auf das Leben und die große, weite Welt vorbereiten wozu der Tod eben auch gehört. Und Kurzgeschichten sind immer was tolles, um Kinder gewisse Moralvorstellungen und Verhaltensregeln nahe zu bringen. Aber ich denke nicht, dass man einem Kind (bis zu einem gewissen Alter) diese Geschichte zum Lesen geben sollte. Kinder reagieren manchmal heftigst auf auch nur eine winzige Kleinigkeit wie bspw. wenn die Eltern sich streiten, selbst wenn sie es nicht vor dem Kind tun. Gibt gerade so einen Fall in meinem Bekanntenkreis, wo sich die Eltern trennen aber dem Kind noch nichts gesagt haben. Die Kleine merkt trotzdem, dass was nicht stimmt.
Ich finde, sollte ein Kind irgendwie mit dem Thema Tod in Berührung kommen dann sollte man selbst sich mit dem Kind und dem Thema auseinandersetzen und die Geschichte nur als "Ergänzung" nutzen. Einfach so würde ich sie jedenfalls keinem Kind vorlesen.
Alt 27.08.2012, 00:32 4 (permalink)  
 
Jolie-Queen
Benutzerbild von Alaizabel26
Registriert seit: 05.01.2012
Beiträge: 93
Meine Meinung
Ich finde das Thema gut gewählt von dir und ich bin der Meinung, dass auch Kindern der Tod näher gebracht werden sollte. Denn das Alter schützt einen Menschen nicht vor dieser Erfahrung.

Zu deiner Geschichte: Meiner Meinung nach, ist sie zu realistisch, zu hart auf den Tisch gelegt und zu schnell erzählt.
Ich kann gut verstehen, wenn Kinder dann Angst um ihre Eltern bekommen, weil es einfach zu realistisch ist, also sehr auf ihr Leben übertragbar ist.
Geschichten für Kinder, gerade diese, die dieses Thema beeinhalten sind sehr schwierig zu schreiben, weil man nie vergessen sollte, dass Kinder anders Verstehen.
Ich würde diese Geschichte mehr Kintergetreu verpacken.
Viele Kinderbücherautoren greifen zur Phantasie, zu Geschichten, die nicht übertragbar sind, aber doch die Grundaussage verständlich machen. Kinderbücher zu schreiben ist nicht leicht.
Zum Beispiel wird die Geschichte über Tiere erzählt, sprechende Pflanzen usw.
Das ist für Kinder eher vertragbar und sie stellen das nicht sofort in verbindung mit ihren Eltern oder ähnliches.
Im Grunde geht es auch darum, dass die Eltern mit den Kindern diese Geschichten lesen und dem Kind diese Grundgedanken noch einmal näher bringen.
Alt 28.08.2012, 14:46 5 (permalink)  
 
Jolie-Princess
Benutzerbild von itsJennyyy
Registriert seit: 23.05.2011
Beiträge: 57
Ich finde die Idee mit den Tieren super. Ersetze doch einfach in der Geschichte die Menschen durch Tiere, wäre auf jeden Fall angemessener. Und vielleicht solltest du noch mehr Positives in die Geschichte packen. Wirkt so sehr negativ und deprimierend.

:)

 


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