Jolie-Babe
Registriert seit: 25.01.2008
Ort: Frankfurt
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Liebe Nagina,
also ich hab selbst eine Beinverlängerung hinter mir, damals kuz nach der Wende in der DDR, allerdings musste sie gemacht werden aus medizinischer Sicht. Mein re. Bein war von Geburt an zu kurz, ist einfach nicht mitgewachsen.Um einen späteren immensen Hüftschaden zu vermeiden, hat man mir im Alter von 12 Jahren das Bein um 8 cm verlängert. Mit einer Sogenannten Fixateur Methode. Drähte durchs Bein geschossen, Knochen gebrochen, ein Gestell (Fixateur) drumrumgeschraubt und dann jeden Tag den Knochen 1mm gestreckt. Das ist eine sehr schmerzhafte und langwierige Prozedur gewesen. Zumindest damals 1990 war es so. Bei mir blieben jedoch Schäden zurück. Die Ärzte haben damals meinen Fuss mit still gelegt, dadurch hat sich meine Achillessehne verkürzt, das Sprunggelenk ist nicht mehr voll beweglich, die Ärzte haben ein Säbelbein verursacht, das operierativ korrigiert werden musste. Bei dieser Korrektur wurde ein wichtiger Nerv im Knie zerstört, der nicht mehr repariert werden kann. Dadurch kann ich z.B meine Fusszehen nicht mehr allein hochziehen..selbst wenn ich wollte, das Gehirn kann den Befehl über den zerstörten Nerv nicht mehr weitergeben und ausführen. Ganz davon abgesehen, war ich wegen der ganzen Prozedur und den NachOPs fast drei jahre auf Krücken unterwegs und dadurch hat sich natürlich das eine Bein (Wadenmuskel) wegen der einseitigen Belastung ganz anders entwickelt. Ich habe heute 18 Jahre später immer noch mit den nachwirkungen zu kämpfen, das nicht mehr 100prozent bewegliche Sprunggelenk, lässt mich nicht richtig abrollen, ich kann nicht mehr "rennen" und vernünftig sport machen, ich habe nach extrem Belastungen (zu langes Stehen) die Konsequenzen zu tragen. Wegen der ungleichen Wadenmuskeln, die man auch nicht durch Sport wegbekommt, kann ich z.b keine gescheiten Stiefel anziehen, weil nichts passt und wegen des vermurksten Nervs und der Zehen, kann ich nicht mehr jeden Schuh tragen. Das nur ein Frauenproblem =) was damit einhergeht. Ich ärgere mich heut noch über die Pfuschs der Ärzte, aber was solls..ich hab zwei Beine, kann laufen und meine Beine sind gleichlang und ich bereue nicht, dass wir es verlängert haben. Aber es war bei mir auch keine Schönheitsaktion, damit ich größer werde, sondern wirklich medizinisch notwendig. Auch bin ich sicher dass Beinverlängerungen heutzutage ganz anders möglich sind, ohne z.b Füsse mit Drähten zu fixieren..ABER ich würde es nicht aus Gründen einer Schönheitskorrektur machen. Da stecken viel zu viele Risiken drin. Eine OP kann auch immer schief gehen, dessen muss man sich bewusst sein. ich war damals als 12 Jährige, 17 Wochen im Krankenhaus, und auf meinem Zimmer lag eine junge Frau die kleinwüchsig war (1,30m), sie wurde ebenfalls verlängert an Armen und Beinen und das Ergebnis sollte 1,50 sein. Wie es ihr jetzt ergeht oder ob alles so gekommen ist, wie sie es sich gewünscht hat, weiß ich nicht, ist ja 18 Jahre her. Eine Größe von 1,53m find ich nicht schlimm, es könnte ganz anders sein, und du hast mit Sicherheit eine herausragende Persönlichkeit und man würde dich nicht "noch mehr" mögen, nur weil du dann evtl 1,67m groß bist. Letztendlich triffst du die Entscheidungen für dein Leben ganz allein. Ich wünsche dir alles Gute und hoffe,dass du dir alles gut überlegst und dir auch über Risiken bewusst bist. Wenn du noch mehr Fragen hast zu dem Thema, kannst du dich gerne melden.
Liebe Grüße, Doreen
PS: ich habe mir immer geschworen,nie wieder Ärzte an mein Bein zu lassen, aber mittlerweile will ich nach 18jahren doch nochmal der Medizin eine Chance geben (hat sich ja vieles getan) und werde mein verpfuschtes Sprunggelenk und den Fuss einem Arzt vorstellen und vielleicht kann man das ja korrigieren und ich kann dann wieder normal den Fuss benutzen. Das ist dann ebenfalls MEINE eigene Entscheidung.
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