Wellness beim Putzen?

Die Putzexpertin und Autorin Katharina Zaugg ("Wellness beim Putzen", Zaugg Verlag) verrät die besten Tipps für eine ausgewogene Putz-Life-Balance. Was das ist und wie’s geht, erklärt sie euch selbst ...

Frau entspannt beim Putzen

Entspannen beim Putzen? Ob das gut geht... (Bild: Thinkstock)

Viele Menschen putzen nicht gern. Woran liegt das und wie wird das Saubermachen zum reinen Vergnügen?

Wir neigen dazu, Hausarbeit als notwendiges Übel zu betrachten. Doch so wie man einen Acker nicht vernachlässigen darf, benötigen auch Räume ihre Pflege, denn von allein bleiben sie nicht sauber. Sein Zuhause zu pflegen heißt für mich auch, sich selbst zu pflegen. Wer das verinnerlicht, kann die energieraubende Verachtung des Putzens aufgeben und sich die Zeit so angenehm wie möglich gestalten. Durch flotte wird das Saubermachen zum kurzweiligen Vergnügen. Nicht zu vergessen: Putzen hat einen hohen Wellness-Faktor.

Beim Thema Wellness denkt man eher an Sauna, Dampfbad und Massage. Wie passt hier das Putzen hinein?

Es leistet ebenso wie die Körperpflege einen Beitrag zum Wohlbefinden von Körper und Seele. Wer sein Zuhause achtsam und bewusst reinigt, kann neue Energie für alle Lebensbereiche gewinnen, seine fünf Sinne schärfen und den Körper trainieren. Während man putzt, tut man sich also etwas Gutes.

Und wie geht "Wellness beim Putzen" genau?

Da gibt es tolle Übungen, zum Beispiel die "Schwämme des Lächelns": Normalerweise verkrampft sich beim Auswringen des Schwammes vor Anstrengung der Kiefer. Wenn wir jedoch dabei lächeln, bleiben wir in jeder Hinsicht lockerer. Oder man putzt hin und wieder mit verbundenen Augen, das schont die Augen und schärft die Wahrnehmung.

Außerdem rate ich zum ergonomischen Putzen. Die meisten Menschen beanspruchen ihre Muskeln bei der Hausarbeit nur einseitig. Mein Tipp: Beim Saubermachen, etwa der Spüle, in jede Hand einen Schwamm nehmen und mit beiden Händen gleichzeitig wischen. Und schonend für die Hände: Baumwollhandschuhe unter den Vinylhandschuhen tragen, das schont Haut und Nägel.

Erst planen, dann putzen? Welche Tricks von der Expertin machen das Saubermachen entspannter?

Das A und O ist ein übersichtlicher Putzschrank. Mein Tipp: Einen Tragekorb mit den wichtigsten Reinigungsmitteln und Werkzeug vorne in den Schrank stellen - so ist stets alles griffbereit. Staubsauger, Schwamm & Co. sollten von hochwertiger Qualität und leicht handhabbar sein. Bevor es los geht, sollte man sich eine feste Zeit setzen. Legen Sie danach das Werkzeug weg und tun sie etwas anderes. Mit dem Putzen wird man sowieso nie fertig. Das Staubwischen, Saugen und Wischen wird leichter, wenn man beide Hände einsetzt, anstatt die Arbeitshand einseitig zu ermüden.

Putzen ist wie Tanzen! Warum?

Beide Tätigkeiten gleichen sich, was die Gestaltung der Bewegung angeht. Beim Putzen biegt man sich in alle Richtungen, die Hände folgen in rhythmischer Berührung den Konturen des Raumes oder sie halten ein Werkzeug, einen Schwamm, Besen oder Staubsauger. Dabei kann sogar ein "Tanz mit dem Besen" entstehen. Auch Elemente aus dem Bauchtanz lassen sich in die Arbeit integrieren.

Jolie.de dankt für das nette Gespräch!

Kannd as gut gehen? Weiter geht's zu unserer Galerie "Saubermachen mit allen Sinnen" - viel Spaß!