Abnehmen mit Weight Watchers - so funktioniert's

Jeder, der schon mal eine Diät gemacht hat, weiß: Ein paar Pfunde zu verlieren, geht meistens recht schnell. Schwieriger wird's, wenn es darum geht, das neue Gewicht zu halten und einen gesunden und ausgewogenen dauerhaften Gewichtsverlust herbeizuführen. Es gibt so viele Diäten und eine große Menge an Methoden zum Abnehmen, die Weight Watchers Methode ist nur eine davon. Auch wenn das Grundprinzip seit Jahren gleich ist, hat Weight Watchers sein Programm jetzt noch einmal gründlich überarbeitet. Was neu ist und wie das Abnehmen mit Punkten funktioniert, erfahrt ihr hier.

Viel Obst und Gemüse - anders geht es auch mit Weight Watchers nicht.

Viel Obst und Gemüse - anders geht es auch mit Weight Watchers nicht.

Punkte sammeln, langsam und gesund abnehmen und das mit einer Gruppe Gleichgesinnter im Rücken, die mit Rat und Tat zur Seite stehen – so kennt man Weight Watchers. Seit Ende 2015 gibt es ein neues Programm, das nicht nur auf die klassische Gewichtsabnahme zielt, sondern einen ganzheitlicheren Ansatz verfolgt – nämlich sich in seiner Haut wohler zu fühlen. Basis sind drei Säulen: food, feel und fit.

Grund für die Umstellung ist die Annahme, dass neben einer gesunden und ausgewogenen Ernährung eben auch Bewegung und allgemeines Wohlbefinden wichtig für den Abnehmerfolg sind.

Abnehmen mit Punkten

Wieviel man täglich essen darf, um langfristig abzunehmen, bestimmt bei Weight Watchers die persönliche Punktzahl. Das ist ein Maximalwert. Gleichzeitig hat jedes Lebensmittel einen eigenen Punktwert. Addiert ihr die Punkte aller Lebensmittel, die ihr an einem Tag zu euch genommen habt, solltet ihr diesen Wert nicht überschreiten. Auf der Homepage bzw. in der App sind gut 50.000 Produkte aufgelistet, dazu gibt es rund 6000 Rezepte.

Neben den täglichen Punkten gibt es jede Woche ein zusätzliches Kontingent. Das soll ein bisschen Flexibilität bieten, für den Fall, dass zum Beispiel eine Einladung, oder der Geburtstag ansteht.

So sieht das System aus: In welcher Form und Mischung man seine Punkte zu sich nimmt, entscheidet man selbst.

Das Punktesystem ist die Basis aller bisherigen Weight Watchers Programme. Neu ist, das die Punkte jetzt nicht mehr ProPoints, sondern SmartPoints heißen. Das klingt erstmal nach einer kosmetischen Veränderung. Doch laut Weight Watchers wurde die Grundlage, auf der die Lebensmittel bewertet werden, komplett erneuert.

Wie viele Kalorien ein Snack hat, ist nach wie vor wichtig. Viel entscheidender ist aber die Einstufung nach neuen ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen. Also wie viel Eiweiß oder gesättigte Fettsäuren enthalten sind oder auch der Zuckergehalt. Je gesünder das Produkt, desto niedriger die Punktzahl. Durch die veränderten Kriterien haben sich in einigen Fällen auch die Werte verändert. Wer also nicht zum ersten Mal mit dem Programm abnehmen will, der kann nicht davon ausgehen, die Punktzahlen noch zu kennen. 

Grundlage für die persönliche Punktzahl bildet ein Fragebogen, der zu Beginn des Programms ausgefüllt wird. Abgefragt werden Größe, Gewicht, Zielgewicht und Informationen zu Gesundheit, Fitness und Ernährung.

Wie viele Abnehmprogramme setzt auch Weight Watchers mittlerweile auf eine App.

Online und per App

Der Grundgedanke der Weight Watchers Programme lag darin, dass es Abnehmen leichter fällt, wenn man sich regelmäßig darüber austauschen kann. Deshalb gingen die Teilnehmerinnen wöchentlich zu Treffen und berichteten über Erfolge und Versuchungen der vergangenen Tage. Die Treffen gibt es zwar immer noch, aber auch das Abnehmprogramm ist digitaler geworden. Über App und Homepage kann man sich mit anderen vernetzen, Fragen stellen oder sich gegenseitig motivieren. Wer will, kann Online- und Offline-Community auch kombinieren.

Außerdem könnt ihr ein Tagebuch führen, es gibt Fitness-Tipps sowie interaktive Tools zur Analyse eures Essverhaltens. So habt ihr eure Aktivitäten und euren Gewichtsverlauf immer im Blick.

Bewegung in den Alltag integrieren

Neben der Ernährung spielt auch die Bewegung eine wichtige Rolle auf dem Weg zum Wunschgewicht. Damit sich die flexibel in den Alltag einplanen lässt, könnt ihr eure Fitness-Tracker (Armbänder oder Chips im Schuh) mit der Abnehm-App verbinden.

Damit werden auch kleinere Bewegungseinheiten in der Mittagspause oder auf dem Weg zur Arbeit aufgezeichnet und miteinberechnet. Für die bekommt ihr sogenannte ActivPoints. Zusätzlich gibt es Fitnessvideos, Infos und Tipps, die bei der Motivation helfen sollen.

Weil Weight Watchers, gestützt auf wissenschaftliche Erkenntnisse, davon ausgeht, dass glückliche Menschen aktiver sind und im Zweifelsfall eher zu gesunden Lebensmitteln greifen, wird gezielt das Wohlbefinden der Teilnehmer gefördert. Dazu gibt es Übungen für die eigene Achtsamkeit und das Selbstbewusstsein.