Victoria's Secret-Mitarbeiterin verrät: So krass wird bei den Bildern wirklich geschummelt

Gegenüber Refinery29 hat eine ehemalige Victoria's Secret-Mitarbeiterin die wahren Vorgänge am Set ausgeplaudert. Was an den Models tatsächlich noch real ist bleibt nach ihren krassen Aussagen fraglich...

Ist tatsächlich alles so perfekt wie es scheint? Auf den Fotos der Victoria's Secret-Engel wird jedenfalls ganz schön nachgeholfen...

Ist tatsächlich alles so perfekt wie es scheint? Auf den Fotos der Victoria's Secret-Engel wird jedenfalls ganz schön nachgeholfen...

Volle Haare durch Extensions

Schon vor den eigentlichen Aufnahmen beginnt die Manipulation:"Ich glaube, ich war nie bei einem Shooting mit einem Model, dass nur echte Haare hatte", sagt die anonyme Quelle über die Vorbereitungen zu den Victoria's Secret-Shootings. Der allererste Schritt: Alle Models Haarextensions eingesetzt. Somit manipulieren nicht nur die Bearbeitungen des Bildes im Nachhinein, sondern auch die Vorbereitungen das Endergebnis, das wir als Schönheitsideal in den Anzeigen vorgegaukelt bekommen.

Größere Brüste durch Push-Up BHs unter den Bikinis

Ein weiterer Trick der Fotografen: Die Bikinis der Models werden ausgestopft, um die Größe der Brüste und die allgemeine Körperform des Models zu verändern. Die Models, die meist alle Körbchengröße A haben, ziehen Push-up BHs unter die Bikinis, die dann in der nachträglichen Bildbearbeitung aus dem Foto hinausretuschiert werden. Auch sichtbar gewordenen Nippel werden entfernt. In der Bildbearbeitung werden die Brüste dann zusätzlich vergrößert, runder gemacht oder angehoben.

Auch Models haben Stoppeln unter den Achsel und in der Bikinizone

Was ebenso rausretuschiert wird sind Stoppeln in der Bikinizone und unter den Achseln. Klar, denn jeder wünscht sich makellose, glatte Haut und leider lässt uns die Werbung glauben, dass es sie tatsächlich gibt: Frauen, die kein einziges Haar am Körper zu haben scheinen. Doch die Wahrheit ist, all diese Models haben mit den ganz normalen Problemen zu kämpfen. Angeblich, so die ehemalige Bildbearbeiterin von Victoria’s Secret, geben sich manche Models nicht mal mehr die Mühe, sich vor einem Shooting glatt zu rasieren - wird ja eh alles retuschiert. "Sie kommen zu diesen Fotoshoots, haben ihre Arme oben in der klassischen Strandpose und haben haarige Achselhöhlen," erzählt sie. Auch Pickel, Cellulite und Dehnungsstreifen verschwinden dank Photoshop auf wundersame Weise.

Zu dünne Models: Kurven dank Photoshop

Kaum zu glauben, aber die Models von Victoria’s Secret sind in Realität noch dünner als in den Anzeigen. Der Po wird femininer geformt, herausragende Hüftknochen und sichtbare Rippen werden unsichtbar gemacht. Der erschreckende Grund: Wirklich kurvige oder sportliche Models verkaufen nicht.

"Kurvige Models verkaufen nicht"

Die Schuld dafür sieht die Bildbearbeiterin auch bei der Gesellschaft. Bei aller Kritik betont sie auch, dass Victoria’s Secret oft andere Körperformen ausprobiert und mit unterschiedlichen Models experimentiert habe - mit wenig Erfolg. Auch wenn sich zur Zeit ein Trend in eine andere, körperbewusstere, Richtung abzeichnet, scheint es also nach wie vor so, dass wir die Realität tatsächlich immer noch nicht gerne sehen wollen.