Tätowierte Frauen werden eher angesprochen

- Eine neue Studie belegt, dass Frauen mit Tattoos von Männern deutlich schneller angesprochen werden, als Frauen ohne Tätowierung, wie Psychology Today berichtet. Gleichzeitig werden tätowierte Frauen von Männern auch noch als verführerischer eingeschätzt. Und das, obwohl Männer in einer anderen Studie angaben, tätowierte Frauen weniger attraktiv zu finden. Wie das geht? Wir erklären es!

Werden eher von Männer angesprochen: Tätowierte Frauen.

Werden eher von Männer angesprochen: Tätowierte Frauen.

Der französische Psychologe Nicholas Guéguen von der Universität der Südbretagne wollte herausfinden, warum Männer bei der Partnersuche so stark auf optische Reize wie Haarfarben, Kleidung oder das Taillen-Hüft-Verhältnis achten und dabei einige Faktoren womöglich fehlinterpretieren. Oft sei es nämlich so, dass Männer das sexuelle Interesse der Frauen an ihnen absolut überschätzen und fehlinterpretieren. Um der Sache auf den Grund zu gehen, entwickelte er das Konzept zu einer Studie, die den Effekt eines weiteren optischen Reizes an Frauen auf Männer testen sollte: Wie reagieren Männer auf tätowierte Frauen?

Mehr Tätowierte Frauen als Männer

Ob Models wie Freja Beha Erichsen, Schauspieler oder Otto Normalverbraucher: Tätowierte Frauen gehören schon längst zum Alltag. Eine Studie in den USA zeigte 2012 sogar, dass in Amerika mittlerweile mehr tätowierte Frauen leben (23 %), als tätowierte Männer (19 %). 2008 gaben noch 13 % der Amerikanerinnen an, ein oder mehrere Tattoos zu haben im Vergleich zu 15 % der Männer.

Tattoos erwecken Interesse bei Männern

Tätowierte Frauen selbst empfinden sich laut der Harris-Studie durch ihr Tattoo als attraktiver, stärker und spiritueller. Interessanterweise sehen das die nicht-tätowierten Befragten genau anders herum. Für zwei von fünf Befragten waren tätowierte Frauen weniger attraktiv und weniger sexy. Die Männer aus Guéguens-Studie dürften da wohl anderer Meinung gewesen sein.

Am Strand fand die Studie mit einer Probandin statt, die im roten Bikini, mal mit, mal ohne Tattoo auf ihrem Handtuch lag. Mit Tattoo wurde sie im Schnitt nach 24 Minuten angesprochen, ohne Tattoo dauerte es 35 Minuten, bis sie von einem Mann angesprochen wurde. In einer Testzeit von jeweils 60 Minuten war die tätowierte Frau durchschnittlich 14 Minuten im Gespräch, während die nicht-tätowierte Frau noch nicht mal 6 Minuten im Gespräch mit Männern war.

Tätowierte Frauen leichter zu haben?

Männer gaben in einem zweiten Studien-Durchgang außerdem an, dass sie ihre Chancen, ein Date mit der tätowierten Frau zu bekommen und sogar Sex am ersten Date zu haben, wesentlich höher einschätzen, als sie es in Bezug auf die nicht-tätowierte Frau taten. Guéguen erklärt sich dieses Phänomen damit, dass Männer auf sämtliche optische Reize reagieren würden. Für sie sei eine tätowierte Frau ein Hinweis darauf, dass sie sich von der Masse abheben will und auf sich aufmerksam machen möchte. Tätowierte Frauen würden für Männer deshalb Abenteuerlust und damit auch eine höhere sexuelle Aktivität ausstrahlen.

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Was sagt ihr zu der Studie? Gehört ihr auch zu den tätowierten Frauen und welches Feedback habt ihr von Männern auf eure Tattoos bekommen?