Dieses Model macht die Monobraue zum Trend

Das Model Sophia Hadjipanteli hat ihren Schönheitsmakel zu ihrem Markenzeichen gemacht und hat kurzerhand die Monobraue zum Trend erklärt. Was die meisten vielleicht verstörend und unattraktiv finden, ist schon seit Jahren der größte Traum von Beauty-Redakteur und Augenbrauen-Enthusiast Markus. Ein Plädoyer für die Monobraue.

Wenn ich Sophia Hadjipanteli sehe, muss ich sofort an die mexikanische Künstlerin Frida Kahlo denken, die gerade anlässlich ihres 110. Geburtstages (sie lebte von 1907 bis 1954) und einer Ehrenausstellung im Londoner Victoria & Albert Museum in aller Munde ist. Auch an eine junge Madonna fühle ich mich erinnert. Was diese Frauen alle gemeinsam haben? Sie haben das, was ich mir schon ein Leben lang gewünscht habe: Monobrauen!

Monobrauen sind zusammengewachsene Augenbrauen. Was gemeinhin als Makel gilt, den man mit Pinzette, Faden und Wachs beseitigt, ist für mich schon immer das Schönheitsideal schlechthin gewesen. So versuche ich schon seit einer gefühlten Ewigkeit, meine Brauen zu züchten und zum Zusammenwachsen zu animieren … leider erfolglos. Selbst teure Augenbrauenseren haben die Haare nicht zum Sprießen gebracht. Mich haben die Gen-Götter zwar ohnehin schon mit vollen, dichten Augenbrauen gesegnet, doch der Traum von der Monobraue bleibt bislang genau das … ein Traum.

Und dennoch bin ich der größte Advokat von Monobrauen. Regelmäßig treffe ich mit meinen Ansichten auf Unverständnis und schüttelnde Köpfe. Dabei sind Monobrauen doch so fantastisch! In einer Zeit von makellos getrimmten Brauen auf Insta und Pinterest, durch Fitness-Blogs optimierte Körper sowie Photoshop on everything sind Monobrauen ein coole Gegenbewegung zu gängigen Schönheitsidealen. Monobrauen sind wie der ausgestreckte Mittelfinger des Gesichts der sagt „mir ist es egal, ob ich euch gefalle“. Ein kleines Zeichen von Rebellion und von Ausbruch und eine Erinnerung daran, dass wir nicht so aussehen müssen, wie die Blogger in unseren Feeds.

Und auch Model Sophia Hadjipanteli trägt ihre makellose Monobraue aus Protest. So erklärt sie auf Instagram, dass ihr Look ein Statement gegen gesellschaftliche Normen und Ansprüche an Schönheit ist. Und genau das imponiert mir so sehr an Sophia Hadjipanteli und der Monobraue: sie rütteln am Status Quo und erinnern uns daran, dass wir den Ist-Zustand hinterfragen und auch ändern können. Gerade die Einbildung, immer perfekt aussehen zu müssen und einer in Stein gemeißelten Definition von „schön“ entsprechen zu müssen, setzt viele Frauen unter immensen Druck. Ich feiere Sophia und vor allem ihre Monobraue dafür, dass sie mich und hoffentlich auch euch daran erinnern, dass diese Schönheits-Definition eben nicht unveränderlich ist und es noch Platz für Individualität und Wandel gibt … und ganz abgesehen davon stehe ich einfach auf Monobrauen.