Sommer, Sonne, Hautkrebs? Hautkrebs rechtzeitig erkennen

Der schwarze Hautkrebs (Malignes Melanom) wächst unbemerkt, verursacht keine Schmerzen und gehört zu den bösartigsten Tumoren überhaupt. Wie könnt ihr euch schützen? Und woran erkennt ihr Hautkrebs? Jolie.de hat die Fakten zum Thema Hautkrebs rechtzeitig erkennen!

Regelmäßige Kontrolle dunkler Muttermale ist das A und O.

Regelmäßige Kontrolle dunkler Muttermale ist das A und O.

Den Schwarzen Hautkrebs bezeichnet man auch als Melanom. Er charakterisiert sich durch leberfleckähnliche, braune oder schwarze Hautflecken oder Knoten. Die Ursache für ein Melanom sind bösartige Veränderungen der Hautzellen. Bei früher Erkennung sind die Heilungschancen gut. Der Tumor wird operativ entfernt, meist mit den dazugehörigen Lymphknoten und Lymphbahnen, damit sich Metastasen nicht ausbreiten können.

In Deutschland erkranken jährlich rund 14 000 Menschen am schwarzen Hautkrebs. Doch keine Bange: Wenn das entsprechende Muttermal rechtzeitig als Tumor erkannt wird, sind die Heilungschancen sehr gut. Mit dem Hautkrebs-Früherkennungsprogramm können verdächtige Leberflecke rechtzeitig erkannt werden.

Gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren haben seit dem ersten Juli 2008 alle zwei Jahre Anspruch auf einen gründlichen Hautcheck - entweder direkt vom Hautarzt oder auch durch einen Allgemeinmediziner. Viele Krankenkassen bieten das kostenlose Hautscreening schon früher an oder übernehmen die Kosten anteilig. Aber wie könnt ihr euch vor Hautkrebs schützen? Dermatologe Prof. Dr. Jürgen Lademann erklärt es im Experteninterview auf Jolie.de:

Ein malignes Melanom - was ist das?
Das ist ein bösartiger Hauttumor, der aus den Pigmentzellen, die für die Hautfarbe verantwortlich sind, entsteht. Die Melanozyten - daher auch der Name - befinden sich in der Oberhaut und beinhalten den Farbstoff Melanin.

Aber nicht jede Hautveränderung ist bösartig. Nicht zu verwechseln sind Melanozyten daher mit Histiozytomen! Das sind gutartige Hautneubildungen, die dem harten Fibrom ähneln. Es handelt sich um maximal einen Zentimeter große gutartige Hautknötchen. Sie können bräunlich bis bläulich sein durch Einlagerung von Farbstoff - Hämosiderin -, rötlich oder gelblich aufgrund von Fetteinlagerungen. Diese Hautveränderung tritt zumeist an den Beinen auf.

Wie kann schwarzer Hautkrebs entstehen?
Besonders gefährlich sind UV-Strahlen des Sonnenlichts und die UV-Bestrahlung in Solarien. Das Sonnenlicht schädigt die Erbinformationen der Hautzellen. Dadurch kann Hautkrebs entstehen. Der Zusammenhang zwischen Sonneneinstrahlung und einer Hautkrebserkrankung steht außer Frage.


Sind alle Menschen gleich gefährdet?
Nein, Menschen, die zu Hauttyp I oder II (helle Haut und blonde oder rote Haare) gehören, müssen besonders vorsichtig sein.

Risiko-Facts:
• Ein Familienmitglied ist an Hautkrebs erkrankt.
• Ihr hattet schon immer häufig Sonnenbrand.
• Ihr liegt oft und lange in der Sonne.
• Ihr Körper weist mehr als 40 Muttermale auf.
• Die angeborenen Muttermale sind besonders groß.


Schwarzer Hautkrebs - wie kann ich ihn erkennen?
Die ABCDE-Regel hat sich zur Erkennung von melanomverdächtigen Pigmentmalen bewährt
 A für Asymmetrie: Melanome haben im Frühstadium zumeist eine asymmetrische Form
 B für Begrenzung: Die Umrisse eines Muttermals sollten scharf und regelmäßig sein. Vorsicht bei unscharfen Begrenzungen und Ausläufern!
• C für Colorit (Farbe): Achtung: Wenn ein Muttermal gleichzeitig Farbtönungen wie schwarz, dunkelbraun, bläulich oder rot aufweist, bzw. deutlich dunkler ist als andere, muss sofort der Hautarzt kontaktiert werden!
 D wie Durchmesser: Pigmentmale, die größer werden, sollten unter ständiger Beobachtung stehen!
• E für erhaben: Der Leberfleck wölbt sich nach oben