Schwitzen – lästig, aber lebenswichtig

Die klare Flüssigkeit perlt von Stirn, den Achseln, Händen und Füßen – wenn die Körpertemperatur zu stark steigt und der Körper seine eigene Klimaanlage anwerfen muss. Warum schwitzen wir und was ist daran so gut?

Schwitzen ist nervig, aber lebenswichtig!

Stellt euch vor, ihr hantiert im Fitnessstudio mit den Hanteln, macht Klimmzüge und trainiert anschließend eure Ausdauer auf dem Laufband. Irgendwann wird er beginnen zu fließen – der Schweiß Schwitzen ist eine wichtige Körperfunktion, denn sie hält den Körper auf einer Idealtemperatur von 35,8 bis 37,2 Grad Celsius. Schwitzen ist gesund, völlig normal und eben sogar sehr wichtig.

Deos gegen Schwitzen

Wir brauchen uns deshalb nicht für Schweißflecken zu schämen oder mit künstlichen Mitteln versuchen, den Schweiß unter Kontrolle zu halten. Aluminiumhaltige Deos und Flüssigkeiten aus der Apotheke können zwar den Schweißfluss unter den Achseln minimieren, sind aber grundsätzlich nicht zu empfehlen. Aluminium gilt als gesundheitsschädigend und wird deshalb bereits aus vielen Deos verbannt. Grundsätzlich kann kein Deo das Schwitzen vermeiden, sondern nur unangenehme Gerüche vermeiden!

Das hilft gegen Schwitzen

Der wohl beste Tipp gegen Schwitzen: Keine unnötige Anstrengung bei starken Temperaturen und leichte Kleidung tragen. Je dünner und weiter der Stoff, desto luftiger und angenehmer. Schwitzen lässt sich nicht vermeiden, aber wer vor einem wichtigen Termin Schweißflecken vermeiden will, kann sich zuvor in einem gut temperierten Raum aufhalten und am besten nicht gerade erst Fahrrad gefahren sein. Unmittelbare Bewegung bis zur Ankunft im Meeting, der Uni oder im Büro kann plötzliche Schweißausbrüche in stickigen warmen Räumen auslösen. Deshalb lieber etwas früher los im Sommer und noch ein bisschen abkühlen. Schuhe lieber mit kleinen Socken tragen, sonst schwitzen die Füße. Für Ballerinas gibt es Einlegesohlen. Am besten sind allerdings Sandalen.

So funktionieren Schweißdrüsen

Steigt im Körper die Temperatur durch Anstrengung oder Stress an, gibt das Gehirn den Schweißdrüsen den Befehl, Flüssigkeit abzusondern. Die Drüsen befinden sich auf der gesamten Hautoberfläche verteilt, manche Menschen haben an einigen Stellen jedoch mehr bzw. weniger als andere und schwitzen daher von Haus aus in anderen Maßen. Die Schweißdrüsen bestehen aus einem langen Kanal, der von der äußeren Epidermis einige Millimeter tief bis in die Unterhaut reicht – zur eigentlichen Produktionsstätte.
Bei manchen Menschen ist die Funktion des Schwitzens gestört – sie können entweder gar nicht schwitzen (Morbus Fabry) oder leiden unter permanentem Schwitzen (Hyperhidrosis).

Geht ihr zum Schwitzen ab und zu in die Sauna? Damit tun ihr eurem Körper auf jeden Fall etwas Gutes, denn ihr trainiert die körpereigene "Kühlfunktion". Je besser es funktioniert, umso gesünder und fitter fühlt ihr euch auch. Aber was gibt es sonst noch zum Schweiß zu sagen?