Salbeitee

- Salbeitee ist ein altbewährtes Heilmittel und steht meistens auf unserem Speiseplan, wenn wir uns krank fühlen. Aber er kann noch mehr: Salbeitee wirkt zum Beispiel schweißhemmend und kann beim Abnehmen helfen. Hier erfahrt ihr alles über die Wirkung des Wunderkrauts.

Gegen viele Beschwerden ist ein Kraut gewachsen: Salbei

Gegen viele Beschwerden ist ein Kraut gewachsen: Salbei

Wie wirkt Salbeitee?

Salbeitee ist ein echter Alleskönner. Das Kraut stammt aus südlichen Gefilden, lässt sich aber auch bei uns im Garten anpflanzen. Salbei besteht in erster Linie aus ätherischen Ölen, Gerb- und Bitterstoffen. Am bekanntesten ist seine entzündungshemmende Wirkung. Deshalb hilft es auch, bei Enzündungen im Rachenraum wie Halsweh, Mandelentzündungen oder Husten, 2 mal am Tag mit Salbeitee zu gurgeln. Denn die Wirkstoffe im Tee töten die Bakterien ab. Auf den Magen- und Darmtrakt wirken die Bitterstoffe im Salbeitee beruhigend, krampflösend und desinfizierend. Außerdem soll Salbei leistungssteigernd auf das Gehirn wirken. Werden Salbeiblätter gekaut, helfen sie gegen Zahnfleischentzündung und Mundgeruch. Inzwischen wird auch vermutet, dass Salbei den Blutzuckerspiegel senkt. Da die Bitterstoffe die Verdauung und den Stoffwechsel anregen, kann Salbei auch beim Abnehmen helfen. Wer ganz im Gegenteil unter ständiger Appetitlosigkeit leidet, kann sich den selben Effekt zu nutzen machen: die Magensäfte werden angeregt und ein Hungergefühl setzt ein.

Salbeitee gegen Schwitzen

Salbeitee wirkt schweißhemmend, da er eine positive, verengende Wirkung auf die Schweißdrüsen hat. Wenn der Tee seine schweißhemmende Wirkung entfalten soll, solltet ihr ihn vor dem Trinken etwas abkühlen lassen. Es wird empfohlen drei Mal täglich eine Tasse zu trinken. Unter den Achseln könnt ihr euch auch mit dem Teesud waschen, das fördert Trockenheit. Wenn ihr mit schwitzigen Händen und Füßen zu kämpfen habt, könnt ihr eure Hände und Füße direkt nach dem Duschen in ein Salbeibad legen.

Die Wirkung variiert von Mensch zu Mensch, einen Versuch ist es aber allemal wert. Das liegt an den speziellen antiseptischen und adstringierenden Substanzen, die dafür sorgen, dass sich die Hautdrüsen mehr oder weniger zusammenziehen.

Salbei-Deo selber machen:

Ihr braucht: 1 ½ Tassen frische Salbeiblätter, 1 Liter Wasser, 10 Gewürznelken und 2 Sternanis-Blüten. Lasst alle Zutaten 15 Minuten unter rühren in einem Topf köcheln. Abkühlen lassen, abseihen, in eine sterile Flasche (evtl. mit Sprühkopf) füllen und gut verschließen. Ihr könnt die Lotion als Gesichtswasser, Deo oder Badzusatz verwenden.

Salbeitee gegen Menstruationsschmerzen

Im Salbeitee stecken viele östrogenartige Substanzen, weshalb er gegen Menstruationsbeschwerden hilft. Den selben positiven Effekt hat Salbeitee auf Hitzewallungen und Schweißattacken während der Wechseljahre.

Salbeitee Nebenwirkungen

Das ätherische Öl Thujon im Salbeitee kann bei einer Überdosierung für den Menschen giftig sein. Deshalb solltet ihr Salbeitee nicht in großen Mengen trinken, das heißt nicht mehr als 2-3 Tassen täglich und nicht über einen längeren Zeitraum. Nach 10 Tagen solltet ihr immer eine Tee-Pause von 3-4 Tagen einlegen. Pro Tasse braucht ihr einen gestrichenen Teelöffel Salbei oder einen Teebeutel, den ihr für 10-15 Minuten ziehen lasst. Wenn ihr mit dem Tee gurgelt, braucht ihr die doppelte Dosis. Keinen Salbeitee trinken solltet ihr, wenn ihr grade stillt, denn der Tee kann den Milchfluss stören. Zum Abstillen eignet sich der Tee dagegen hervorragend.

Habt ihr schon eigene Erfahrungen mit Salbeitee gemacht? Wir sind gespannt auf eure Erfahrungsberichte.