Pigmentstörungen der Haut

Sie sind in der Regel harmlos, werden aber häufig zum kosmetischen Problem – Pigmentstörungen der Haut. Woher kommen die weißen oder übermäßig braunen Flecken, die sich vorzugsweise auf der Gesichtshaut breit machen? Und kann man etwas dagegen machen? Wir verraten euch hier alles Wissenswerte und zeigen euch gleich wirksame Produkte gegen Pigmentflecken.

Was sind Pigmentstörungen?

Bei der Pigmentierung handelt es sich um eine Störung in der Hautfärbung. Pigmentflecken sind umschriebene, dauerhafte Ablagerungen des Farbstoffs Melanin in der Haut. Zu solchen Pigmentflecken zählen Altersflecken, die Weißfleckenkrankeit (eine fleckenförmige Entfärbung, Vitiligo) und der Albinismus (eine angeborene Pigmentstörung bei der Haut und Haare weiß sind).

Aber auch Sommersprossen sind Pigmentstörungen:
Sommersprossen -Ephelides sind stärker pigmentierte braune Flecken auf der Haut, die besonders auf sonnenexponierten Hautarealen, wie dem Gesicht oder den Armen, auftreten. Besonders häufig sind Menschen mit rotblondem Haar und heller Haut betroffen. Meist verblassen die Sommersprossen im Winter und kommen erst im Sommer wieder deutlich zum Vorschein. Rothaarige Menschen weisen eine verstärkte Melaninsynthese auf. Das heißt, es werden vermehrt Pigmente gebildet, die in Flecken konzentriert auftreten. Ebenso ist die Anzahl der Melanozyten - pigmentbildender Zellen - erhöht.

Pigmentstörungen Ursachen

Die menschliche Haut ist das größte Organ und funktioniert äußerst kompliziert. Eine Vielzahl an Faktoren, wie z. B. Ernährung oder genetische Veranlagung können ihr Gleichgewicht durcheinander bringen. Die Hauptursache bei Pigmentflecken ist aber nach wie vor UV-Strahlung - und zwar nicht nur im Sommer!

Eine spezielle Form der Pigmentstörung sind Chloasmen. Diese Hautveränderungen treten im Gesicht auf und sind gelblich bis bräunlich und von unregelmäßiger Form und Größe. Chloasmen treten als Folge hormoneller Umstellungen wie Schwangerschaft oder Pillenwechsel auf. Frauen sind daher auch häufiger betroffen, Männer eher selten. Die Flecken sind völlig harmlos, wirken jedoch oftmals ästhetisch störend und lassen sich nur durch aufwändige kosmetische Behandlungsmaßnahmen und konsequenten Sonnenschutz beheben.

Zahlreiche Kosmetik-Hersteller forschen zum Thema Pigmentstörungen der Haut und haben verschiedenste Produkte entwickelt, die Flecken mildern oder entfernen sollen. Die neuesten Produkte gegen Pigmentflecken findet ihr in unserer Galerie.

Melanin

Melanin ist ein Farbpigment, das vom Körper produziert wird und Haut, Haaren und Augen ihren spezifischen Farbton gibt. Außerdem schützt es die Haut vor schädlichen UV-Strahlen und vor Hitze. Deshalb wird es unter Sonneinstrahlung vermehrt gebildet und sorgt für eine Dunkelfärbung der Haut. Wenn die Haut längere Zeit keinem ultravioletten Licht ausgesetzt ist, wird das Melanin wieder abgebaut. In Pigmentflecken bleibt das Melanin jedoch erhalten.

Eine so genannte Pigmentstörung tritt auf, wenn das Farbpigment Melanin lokal nicht oder übermäßig gebildet wird. Dadurch entstehen weiße (Depigmentierung) oder dunklere Flecken (Hyperpigmentierung) auf der Haut.

Ist dies genetisch bedingt (z. B. Weißfleckenkrankheit), kann dagegen kaum vorgebeugt werden. Viele Pigmentflecken sind jedoch auf Inhaltsstoffe in Kosmetika, auf Sonnenbestrahlung oder Solariumsbesuche, bestimmte Medikamente oder hormonelle Einflüsse zurückzuführen.

Hyperpigmentierung

Unter dem Begriff Hyperpigmentierung - lateinisch Chloasma – versteht man die verstärkte Bildung von Pigmenten in der Haut. Diese Kondition kann die Haut teilweise oder komplett befallen.
Diese Pigmentierung kann entweder durch endogene oder exogene Pigmente entstehen. Melanin, Karotin oder diverse Gallenfarbstoffe zählen zu den endogenen Pigmenten. Der Kohlenstoff, der meist in Tätowierfarbe zu finden ist, kann als exogene Pigmente verstanden werden.
Das für eine Hyperpigmentierung typische Merkmal ist eine braune Färbung der Haut, vor allem durch Sonnenlicht verursacht.

Pigmentstörungen durch die Pille?

Untersuchungen zeigen, dass fast 30 Prozent der Frauen, die mit der Pille verhüten, von Pigmentstörungen betroffen sind. Insbesondere durch Hormone und Sonnenlicht wird die Pigmentproduktion angeregt und es kommt lokal zu Fleckenbildung.

Wer mit der Pille verhütet, kann sich überlegen, diese abzusetzen, da dadurch in der Regel ebenfalls eine Besserung eintritt. In starken Fällen kann ein Schälmittel mit Vitamin-A-Säure helfen, das die Haut in etwa neun Monaten schält und die Flecken somit entfernt. Wegen der möglichen Nebenwirkung sollte dies allerdings nur unter ärztlicher Aufsicht geschehen.

Auch in der Schwangerschaft gilt erhöhte Vorsicht: Nie ohne Sonnenschutz das Haus verlassen, wenn Pigmentflecken über der Oberlippe, auf der Stirn oder der Nase vorgebeugt werden soll.

Pigmentflecken - wie gehen sie wieder weg?

Um Pigmentflecken, die nicht genetisch bedingt sind, wieder loszuwerden, empfiehlt sich zunächst der Gang zum Hautarzt. Er kann die Flecken untersuchen, beurteilen und z. B. auch feststellen, ob gar keine Pigmentstörung, sondern ein Pilzbefall (weiße Flecken) vorliegt. Sonnenbäder sollten gemieden werden, da die Bestrahlung mit UV-Licht die Pigmentproduktion weiter ankurbelt.

Wer seine Pigmentflecken dauerhaft loswerden möchte, kann über eine Laserbehandlung nachdenken. Dr. Afschin Fatemi, Facharzt für Dermatologie und Leiter der S-Thetic Gruppe mit zehn Schönheitskliniken in ganz Deutschland, empfiehlt zur Behandlung von kleineren Pigmentflecken den sogenannten Fraxel Laser. „Er geht durch die oberste Hautschicht und dringt in die Dermis darunter vor, um dort tausende von winzigen, mikroskopischen, vertikalen Licht-Säulen zu bilden, die thermische Änderungen verursachen. Das stimuliert den Heilungsprozess, frisches Collagen wird produziert und die behandelten Hautzellen werden schuppend abgestoßen um den jungen Hautzellen Platz zu machen.“ Positive Nebenwirkung des Fraxel Lasers: Die Anwendung lässt nicht nur Pigmentflecken verschwinden, sondern verfeinert zusätzlich auch grobe Poren.

Bei größeren Pigmentflecken rät der Experte zum Optimized Pulsed Light (OPL) Verfahren. Der Vorteil: „Bei dieser Behandlung wird intensives, gefiltertes Licht auf die Haut gegeben und von den oberflächlichen Hautgefäßen und Pigmentflecken absorbiert. Dadurch werden unerwünschte Gefäße kurzfristig erhitzt und zerstört, ohne dabei die Hautoberfläche anzugreifen. Gerötete Wangen, die ihre Farbe durch feine oberflächliche Blutgefäße haben, verschwinden. Auf gleiche Weise werden auch Rötungen und Pigmentverschiebungen im Dekolleté oder seitlichen Halsbereich behandelt. Die Haut erhält wieder eine gleichmäßig natürliche Färbung, welche bei Bedarf durch wiederholte Behandlung noch optimiert werden kann“, so Dr. Afschin Fatemi von S-Thetic. (Die Kosten für eine Laser-Behandlung starten bei circa 300 Euro. Weitere Infos unter www.s-thetic.de)

Ihr wollt eure Pigmentflecken erstmal ohne Laser in den Griff bekommen? Probiert es mal mit diesen Produkten: