Ein Vater versucht, Make-up zu verstehen

- Es ist im Jahr 2016 sicher nicht leicht, Vater einer Teenager-Tochter zu sein. Man muss soviel lernen, jeden Tag gibt es irgendeine neue Social Media App, auf der das Mädchen bestenfalls keine allzu freizügigen Fotos von sich hochladen sollte, und Schminken ist auch nicht mehr das, was es mal war. Während unsereins einfach nur planlos Abdeckstift im Gesicht platzierte und dann mit billigem schwarzem Kajal mehrmals die müden Äuglein umrandete, ist es heute weitaus komplizierter, Make-up aufzutragen. Und um dieses Dilemma des Unverständnisses zwischen Vater und Tochter plastisch darzustellen, bat Make-up-Vloggerin Megan von Meggs and Bacon ihren Dad, das Voice-Over bei einem ihrer Make-up Tutorials zu übernehmen. Mit einem sehr lustigen Ergebnis.

Machen wir es kurz: Megans Vater hat von Make-up keine Ahnung. Aber da er die Utensilien seiner Tochter anscheinend mitfinanziert, kennt er sich zumindest mit dem Preisgefüge all der Pinsel, Blushes und Foundations aus. Aber nicht mit Marken: Sieht er das Label "Too Faced" denkt Daddy, das sei  ein Make-up Produkt für Menschen, die irgendwie nicht genug eigenes Gesicht hätten.  Beim Anblick der Naked-Palette von Urban Decay weiß er zwar, dass das Ding sehr teuer ist, gibt aber zu Bedenken, dass seine Tochter davon wohl nur zwei, drei Nuancen nutzt. Beauty-Süchtige wissen aber, dass hier schon der Besitz allein glücklich macht, ganz egal, wieviele Nuancen davon dann  tatsächlich auf den Lidern landen.

So viele Schichten!?!?

Des weiteren wundert sich der Vater von Megan darüber, dass seine Tochter so wahnsinnig viele Pinsel besitzt. Und weshalb sie stets, nachdem sie mit einer Schicht ihrer wahrlich ausufernden Foundation-Routine fertig war, noch mal eine nächste darüberklatscht: "Es gefällt ihr doch nicht, was sie da gemacht hat, darum übermalt sie das jetzt!" - so seine Vermutung.

Seht euch das Video an, natürlich unbedingt mit Ton es ist wirklich witzig. Leider bekommen wir den weisen Vater nie zu Gesicht.

Und wenn man bedenkt, all diese Schritte jeden Morgen vor der Schule durchführen zu müssen, sind wir doch dankbar für unsere Teenagerzeiten: Wir waren zwar echt scheiße geschminkt - vor allem im Schwarzlicht der Disko (das ist ein altes Wort für "Club") leuchteten die wahllos gesetzten Abdeckstift-Punkte immer sehr auffällig -  aber konnten mindestens eine halbe Stunde länger schlafen ...