Make-Up Trends 2018: Experteninterview mit Loni Baur

- Was kommt in Sachen Beauty und Make-Up im Jahr 2018 auf uns zu? Welche Beautytrends bleiben und welche werden abgelöst? Diese und weitere interessante Fragen haben wir Beauty-Expertin Loni Baur, Head-of-Make-up von CATRICE im Rahmen der Fashion Week in Berlin, gestellt. Und außerdem einen Blick in den Backstage-Bereich einer Fashionshow geworfen!

Styling bei Marina Hoermannseder

Backstage bei Marina Hoermannseder: Loni Bauer und ihr Stylisten-Team schminken die Models vor der Show.

Stellt euch bitte folgende Situation vor: Es ist Fashion Week in Berlin. Alle sind im Stress. Termine müssen eingehalten werden, Models müssen rechtzeitig gestylt werden, um perfekt auf dem Catwalk zu erscheinen. Hektik überall. In diesem Trubel treffen wir im Backstagebereich der Fashionshow von Odeeh bzw. Marina Hoermannseder Stylistin Loni Baur, die gemeinsam mit ihren Stylisten-Team die Models für den großen Auftritt stylt. Und ausgerechnet sie ist die gelassenste Person im Raum, begrüßt mich mit einem entspannten Lächeln und beantwortet mit einer Ruhe meine Fragen, die ich nur bewundern kann. Sie ist eben ein Vollprofi und wenn eine weiß, was die Make-Up-Trends 2018 sein werden, dann sie.

Interview mit der Beauty Expertin zu den Make-Up Trends 2018

Was sind die größten Beauty-Trends für 2018?

2018 gibt es zwei große Trendbewegungen. Das eine ist und bleibt der Nude-Trend, also der Trend zur Natürlichkeit. Die Designer wollen damit vor allem die Individualität der Mädchen betonen, alles ist total "raw". Im Gegensatz dazu steht der Beautytrend, auch mal was zu wagen, mutiger zu werden. Unverkennbare Statement-Looks sind bei den Designern angesagt, man will sich abheben und traut sich auch an Farben. Diese werden als Accessoire angesehen und gezielt eingesetzt.

Models bei der Berlin Fashion Week

Zwei große Beautytrend-Bewegungen in 2018: Nude-Look wie bei Odeeh auf dem Laufsteg und Mut zur Farbe auf den Augenlidern bei Marina Hoermannseder

Im letzten Jahr waren die Augenbrauen allbeherrschendes Thema – werden sie 2018 abgelöst?

Augenbrauen haben 2018 nicht mehr so eine große Bedeutung. Vergessen sind sie natürlich nicht, aber andere richtig auffällige Augenbrauen-Looks gab es nicht. Der Fokus liegt 2018 ganz klar auf den Augen. Ein großer Trend sind da Eyeliner - extreme Simplicity - Natürlichkeit mit der kleinen Akzentuierung, wie wir sie auch bei der Show von Odeeh gesehen haben. Chic-Flic nenne ich diesen Trend. Die Designer trauen sich außerdem mal wieder Farbe aufs Augenlid zu geben, wie beispielsweise bei der Show von Marina Hoermannseder - als farbiges Statement sozusagen. Farbe wird wie ein Accessoire gesehen. Der Rest des Gesichts wird dann aber sehr zurückgenommen. Außerdem wird sehr viel Wert auf das Finish und die Textur der Haut gelegt. Da gibt es ja so unheimlich viele Möglichkeiten. Mit dem Dewy Stick von Catrice kann man der Haut zum Beispiel richtig Glow verleihen, im Gegensatz dazu stehen pudrige, matte Finishs.

Sind diese Looks auch für Normalos im Alltag tragbar?

Klar, gerade in Zeiten von Social Media, Youtubern und Bloggern weiß Frau so viel über Make-Up und den Umgang damit, dass man sich ruhig auch mal trauen kann, was Neues auszuprobieren.

Und welche Produkte würdest du empfehlen? Auf welche schwörst du privat?

Ich habe mich diese Saison in die Dewy Produkte von Catrice verliebt und die Big Pallettes, weil ich da einfach alle Möglichkeiten habe.

Was ist deine Zukunftsvorhersage - welche Beautytrends könnten den Trends von 2018 folgen?

Es ist ja immer ein Wechselspiel, auf Knallfarben folgt bestimmt eine Gegenbewegung. Ich würde auf Dusty Colours tippen, also gedämpftere Farben. Jetzt ist es noch nicht so weit, aber sie kommen bestimmt.

Verrate uns zum Schluß doch bitte deinen ultimativen Beauty-Tipp für den Winter!

Viel Wasser trinken und die Haut richtig pflegen. Hautpflege ist sowieso das Wichtigste und der erste Schritt für ein schönes Make-Up. Immer gut abschminken und vor dem Zubettgehen dick Creme auftragen!

Vielen Dank für das Interview, liebe Loni Baur.