Krone, Brücke & Co. - das Zahnarzt-ABC

- Amalgam, Komposit, Stiftaufbau, Versiegelung, Extraktion - durch den Zahnarzt-Fachbegriff-Dschungel muss man erst einmal durchsteigen. Als wäre der Zahnarztbesuch an sich nicht schon unangenehm genug, schmeißen die meisten Ärzte auch noch fleißig mit Fachwörtern um sich und wir verstehen nur Bahnhof. Damit ist jetzt Schluss! Wir helfen euch, euren Zahnarzt besser zu verstehen und erklären die wichtigsten Begriffe.

Krone, Brücke und Co.

Was ist ein Inlay? Was versteht man unter einer Komposit-Füllung? Hier erfahrt ihr es.

Amalgam

Legierung aus Quecksilber, Silber, Kupfer und Zinn, die als Material für Zahnfüllungen verwendet wird und wegen des Quecksilbergehalts seit Jahren umstritten ist.

Bleaching

Bleaching nennt man die professionelle Zahnaufhellung. Dabei unterscheidet man das Home-Bleaching mittels einer Kunststoffschiene von Zuhause aus und das In-Office-Bleaching beim Zahnarzt.

Brücke

Fester Zahnersatz zum Schließen von Zahnlücken, bei dem die Zähne neben der Lücke als Pfeiler benutzt werden, die den Brückenkörper fixieren. Brücken können aus verschiedenen Materialien hergestellt werden, in den meisten Fällen wird Keramik oder Metall verwendet.

Composit (auch Komposit)

Gemisch aus Kunststoffen und mikroskopisch kleinen Glas-, Quarz- oder Keramikteilchen, wird alternativ zum Amalgam als Füllungsmaterial verwendet.

Extraktion

Entfernen (landläufig "Ziehen") eines Zahns oder einer Zahnwurzel.

Füllung

Material (zum Beispiel Amalgam, Composit), das in ein Loch im Zahn gefüllt wird.

Implantat

Künstliche Zahnwurzel aus Titan, die in den Kiefer eingesetzt wird und dort mit dem Knochen verwächst. Danach können an ihm Brücken, Kronen oder Prothesen befestigt werden.

Inlay

Sogenannte "Einlegefüllungen", die im Gegensatz zu normalen Füllungen genau in den Zahn eingepasst und im Labor hergestellt werden. Die gängigsten Materialen sind Gold und Keramik.

Krone

Kommt zum Einsatz, wenn die Karies so viel vom Zahn zerstört hat, dass eine Füllung nicht mehr halten würde. Je nachdem, wie viel vom Zahn übrig ist, wird eine Teilkrone oder eine vollständige Krone eingesetzt, die wie eine schützende Hülle über dem Zahn sitzt. Für Kronen werden verschiedene Materialien verwendet, zum Beispiel Metalllegierungen mit Gold, Platin oder Porzellan.

zahnarzt

Kürettage

Reinigen der Zahnfleischtaschen mit einer Kürette oder Ultraschall.

Metalle

Außer Titan kommen in der Zahnmedizin Metalle nur als Legierungen zum Einsatz. Experten empfehlen vor allem Legierungen aus Gold und Platin. Nickellegierungen sind out, weil viele Patienten allergisch auf Nickel reagieren.

Präparation

Beschleifen eines Zahnes, um ihn auf das Einsetzen eines Inlays, einer Krone oder Brücke vorzubereiten.

Quadrant

Kreisviertel, international gültige Unterteilung des Kiefers, um Zähne genau bezeichnen zu können.

Stiftaufbau

Werden eingesetzt, um Kronen oder Brücken zu verankern, wenn der Zahn so weit zerstört ist, dass diese nicht mehr am Zahn befestigt werden können. Damit der Stift im Wurzelkanal einzementiert werden kann, muss der Zahn zuvor wurzelbehandelt werden.

Versiegelung

Um zu verhindern, dass in den Furchen und Spalten (den sogenannten Fissuren) auf den Kauflächen unserer Backenzähne Karies entsteht, können sie mit Kunststoff ausgefüllt und so vor eindringenden Kariesbakterien geschützt, "versiegelt", werden.

Wurzelfüllung

Füllung mit Zement oder einer Paste, die die Wurzelkanäle abdichtet und vor weiteren Infektionen schützen soll. Dazu wird zuerst das Zahnmark (das aus Nerven, Bindegewebe, Blut- und Lymphgefäßen besteht) entfernt und die Wurzelkanäle desinfiziert.

Zahnschmerzen

Dieses Wort bedarf natürlich keiner Erklärung. Gegen Zahnschmerzen kann z.B. Ölziehen helfen. Halten die Schmerzen allerdings über einen längeren Zeitraum an, solltet ihr die Ursache unbedingt beim Zahnarzt abklären lassen.