Herpes - Symptome und Behandlung

Herpes - eine unschöne und schmerzhafte Infektionskrankheit, die manch einem Rätsel aufgibt. Wie steckt man sich mit Herpes an, woher kommt Herpes und wie lassen sich die Herpesbläschen behandeln? Hier erfahrt ihr alles über die Herpes-Erkrankung!

Pochen, Ziehen, Jucken - das alles sind typische Anzeichen eines Herpes-Ausbruchs

Was ist Herpes? - Herpesviren verursachen Lippenbläschen

Herpes ist eine Viruserkrankung. Sie wird vom Herpes-simplex-Virus (HSV) ausgelöst (dieser lässt sich weiter in Typ 1 und Typ 2 aufteilen. HSV1 ist für Lippenherpes, HSV2 eher für Genitalherpes verantwortlich.) Laut WHO (Weltgesundheitsorganisation) sind gut zwei Drittel aller Menschen mit dem Virus infiziert. Folgen der Erkrankung sind die typischen Herpesbläschen, die unter Umständen auch schmerzhaft sein können.

Wie bekommt man Herpes? – Ansteckung mit Herpes

Herpes ist eine Infektionskrankheit, die durch Viren verursacht wird und dann ein Leben lang im Körper bleibt – meist unbemerkt. Die Erstansteckung erfolgt in der Regel über Schmierinfektion, also beim Speichelaustauch, beim Küssen und beim Geschlechtsverkehr, ist aber auch über Tröpfcheninfektion oder die Ansteckung über Feuchtigkeit an Gegenständen, wie Gläsern, möglich. Herpes kann immer wieder ausbrechen (Reaktivierung). Vor allem dann, wenn das Immunsystem geschwächt ist, oder der Mensch psychisch ausgesprochen belastet ist.

Die Herpes-Reaktivierung

Wer einmal Herpes hat, ist froh, wenn er wieder weg ist. Doch nun beginnt erst der eigentliche Kampf: Der Körper versucht gegen die Viren anzukämpfen und drängt sie meist erfolgreich von den sogenannten Epithelzellen an der Hautoberfläche weiter Richtung Nervenganglien. Ist das Immunsystem geschwächt, wandern die Viren zurück in die Epithelzellen und vermehren sich. Dann kann es zum Herpesausbruch und den unschönen und schmerzhaften Herpesbläschen kommen. Dabei wird Genitalherpes häufiger reaktiviert als Lippenherpes.

Risikofaktoren Herpes-Reaktivierung

Folgende Faktoren erhöhen das Risiko einer Herpes-Erkrakung:

- Erkältungen und grippale Infekte,
- psychischer und körperlicher Stress,
- Ekel,
- übermäßige Einnahme von Medikamenten,
- starke UV-Strahlung,
- austrocknende Lippenstifte,
- hormonelle Veränderungen
- und Vorerkrankungen, die das Immunsystem bereits schwächen.

Häufigkeit von Herpes

Einige Menschen haben nur ein paar Mal in ihrem Leben Herpes, andere jährlich und wieder andere beinahe monatlich. Das variiert stark.

Herpesviren: Wann ist Herpes ansteckend?

Herpes ist nur während der Primärinfektion und der Reaktivierung ansteckend, also wenn der Herpes in Erscheinung tritt. Zwischen Ansteckung und Auftreten der Symptome liegen zwischen drei und sieben Tagen, es können aber auch Wochen sein.

Lippenbläschen - Herpes Symptome

Typisch für Herpes sind die kleinen Bläschen, die hauptsächlich auf der Lippe entstehen. Aber auch Genitalherpes ist verbreitet. Bei der Primärinfektion und bei Erkrankungen bei Kindern treten zusätzlich Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie viele andere erkältungstypische Symptome auf, die sich bei der Reaktivierung dann nicht mehr zwingend zeigen. Herpes kann von der Lippe weiter auf die Haut und im Extremfall über das gesamte Gesicht ziehen. Unter Umständen können auch andere Körperregionen infiziert werden, darunter auch das Gehirn. Anzeichen, die für eine erweiterte Infektion sprechen, sollten mit dem Hausarzt beobachtet werden.

Lippenbläschen können mit Cremes oder Herpespflastern behandelt werden

Herpes Heilung: Behandlung der Herpesbläschen

Herpes heilt innerhalb von drei bis zehn Tagen ab, im Extremfall kann es aber auch mehr als zwei Wochen dauern, bis die Krusten der Bläschen ganz abgeheilt sind.

Herpes Behandlung, Heilungschancen

Eine Impfung gegen Herpes gibt es bisher nicht. Es muss aber auch nicht immer die teuerste Creme sein. Jeder Mensch reagiert anders. Hier sollte man bei einer Primärinfektion unbedingt mit einem Arzt besprechen, wie man vorgehen soll. Die meisten Wirkstoffnamen enden auf „-ciclovir“. Bei häufiger Erkrankung und Behandlung können Resistenzen gegen diese Cremes entstehen. Dann ist Foscarnet eine Alternative. Zusätzlich gibt es Herpespflaster, die den Herpes optisch verschwinden lassen können und die Symptome lindern. Und dann gilt: Je eher, desto besser. Wenn die erste Missempfindung, Jucken oder Schmerzen auftreten und noch bevor die ersten Bläschen entstehen, kann bereits die Creme aufgetragen werden! Bei Genitalherpes werden je nach Stärke des Ausbruchs neben Cremes auch Virustatika in Tablettenform eingesetzt.

Zahnpasta, Honig & Teebaumöl: Hausmittel gegen Herpes

Ob Hausmittel bei Herpes helfen können, ist häufig Typsache. Hilfreich sind Honig, Teebaumöl, Zink, Zahnpasta, Zitronenmelisse, angeblich helfen auch Aloe Vera, Knoblauch, schwarzer Tee oder Ingwer gegen Herpes.

Herpes Ernährung

Wer eine Herpeserkrankung mit sich herumschleppt, sollte säurehaltige Getränke wie Obstsäfte vermeiden. Ansonsten sollte das Essen weder zu hart noch zu trocken sein. Lebensmittel, die Herpes-Ausbrüche reduzieren können, findet ihr hier.

Herpes Behandlung in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft Herpes zu bekommen ist keine Seltenheit. Die Virustatika sind dann offiziell verboten. Es ist notwendig, die Behandlung mit dem Arzt abzusprechen.