Haarwachstum im Alter

Während die Haare auf dem Kopf immer lichter werden, fangen sie an, an anderen Orten zu sprießen – und zwar dort, wo man sie eigentlich gar nicht haben will. Wir sagen euch, warum das Haarwachstum im Alter so unberechenbar ist und ob man etwas dagegen tun kann.

Haarwachstum im Alter Damenbart

Damenbart & Co.: Nach den Wechseljahren leiden die Hälfte aller Frauen an unerwünschtem Haarwachstum.

Haarausfall im Alter Ursache

Dieses Problem betrifft viele Frauen: Haarausfall. Der Grund dafür sind häufig die Wechseljahre. Mit Haarausfall in den Wechseljahren muss sich die Hälfte aller Frauen abgeben. Grund dafür ist der Hormonhaushalt des Körpers. In den Wechseljahren verliert der Körper Östrogen, das wichtig für das Haarwachstum ist, da es die Wachstumsphase des Haares unterstützt. Fällt diese Östrogen-Unterstützung weg, verweilt das Haar kürzer in der Wachstumsphase. Die Folge: Das Haar wird dünner, lichter und fällt aus.

Haarwachstum fördern

Was man gegen Haarausfall im Alter tun kann? Der Arzneistoff Minoxidil hilft dabei, die Haarwachstumsphase zu fördern. Aber Vorsicht: Das Mittel hilft nur so lange, wie es angewandt wird. Wer mit der Behandlung aufhört, sieht auch keine Verbesserung des Haarwachstums mehr. Deshalb unser Rat: Wenn ihr im Alter unter Haarausfall leidet, sprecht mit einem Arzt, denn er kann am besten individuelle Behandlungsmethoden empfehlen.

Damenbart und Co.: unerwünschtes Haarwachstum im Alter

Noch schlimmer als Haarausfall ist Haarwachstum im Alter – vor allem dort, wo vorher keine Haare waren. Dieses Phänomen erleben viele Frauen nach den Wechseljahren. Der Grund dafür ist auch hier wieder der Hormonhaushalt. Sinkende Östrogenwerte führen nämlich nicht nur zu Haarausfall, sondern auch zu Haarwachstum. Erklärung: Für die männliche Körperbehaarung ist das Sexualhormon Testosteron verantwortlich, das auch im weiblichen Körper vorkommt. In der Regel blockiert das weibliche Sexualhormon Östrogen aber den Haarwuchs am Körper und im Gesicht. Doch mit sinkenden Östrogenwerten – zum Beispiel nach den Wechseljahren – können vereinzelt Haare im Gesicht, in der Nase oder in den Ohren sprießen. Auch die Augenbrauen wachsen länger (obwohl sie gleichzeitig an Volumen verlieren). So könnt ihr lichte Augenbrauen betonen.

Damenbart entfernen

Laser Haarentfernung

Unerwünschte Haare weglasern zu lassen ist gängig - doch ist das auch die beste Behandlung gegen Damenbart und Co.?

Dagegen unternehmen könnt ihr einiges. Die Haare mit der Pinzette auszuzupfen oder mit Wachsstreifen zu entfernen ist eine Option. Jedoch kann das zu Hautirritationen führen. Auch der Griff zum Rasierer ist eine Möglichkeit, die allerdings dazu führt, dass Haare stumpf und rau nachwachsen. Wer eine permanente Lösung für Damenbart und Co. sucht, kann die lästigen Haare auch per Laser entfernen lassen. Doch die Behandlung ist kostspielig und funktioniert nur bei dunklen Haaren. Außerdem kann das Pigmentflecken auf der Haut hervorrufen, die schließlich wie ein Bart aussehen – selbst wenn gar keine Haare mehr vorhanden sind.  Auch die sogenannte Elektrolyse wird zur Behandlung von unerwünschtem Haarwachstum im Alter eingesetzt: dabei werden Haare durch elektrische Spannung zerstört. Der Vorteil dieser Behandlung ist, dass einzelne Haare dabei dauerhaft entfernt werden. Für großflächige Anwendungen eignet sich die Elektrolyse allerdings nicht. Auch Cremes, zum Beispiel Vaniqa, können Haarwachstum im Gesicht stoppen. Die Creme beeinträchtigt das Wachstum der Haare im Gesicht, indem es ihre Nährstoffversorgung hemmt. Vaniqa ist in Deutschland verschreibungspflichtig. Deshalb solltet ihr vor der Anwendung auf jeden Fall mit einem Arzt sprechen, um die richtige Behandlung und Anwendungsweise für euer Haarwachstum im Alter zu finden.

Haarwachstum im Alter: Ist es wirklich so schlimm?

Bevor ihr euch wegen Damenbart und Co. ganz verrückt macht, könnt ihr euch diese Frage stellen: Fallen die unerwünschten Haare im Gesicht überhaupt auf? In der Regel sind Betroffene die Einzigen, die die Haare sehen, weil sie genau darauf achten. Deshalb unser Tipp: Betrachtet euch mit einem Meter Abstand im Spiegel. Ihr seht keine Haare auf eurer Oberlippe oder am Kinn? Dann ist das Problem wahrscheinlich nicht so groß, wie ihr denkt.