Geweberisse - was hilft wirklich?

Der Name täuscht: Schwangerschaftsstreifen, auch Geweberisse oder Dehnungsstreifen genannt, bekommen nicht nur Schwangere. Über 70 Prozent aller Frauen entdecken irgendwann in ihrem Leben den unbeliebten Streifen-Look an Po, Oberschenkeln, Bauch oder Brüsten. Auch Models, klar, das zeigte uns zuletzt Chrissy Teigen! Und selbst Männer bleiben von den Geweberissen nicht verschont. Die gute Nachricht: Die Dehnungsstreifen verblassen nach einigen Monaten, auch wenn sie nicht mehr ganz verschwinden. Hier erfahrt ihr, wie sie überhaupt entstehen, wie ihr vorbeugen könnt und was wirklich dagegen hilft.

Geweberisse und was dagegen hilft

Geweberisse Entstehung

Wenn sich unsere Unterhaut schnell aus- und dabei überdehnt wird, reißen elastische Fasern. Die zuerst violett-roten Risse bleiben wie eine feine Narbe in der Haut zurück.
Der Begriff Schwangerschaftsstreifen (wissenschaftlich: striae gravidarum) bezeichnet die Dehnungen der Haut an Bauch, Beinen und Po, die vor allem durch eine Schwangerschaft hervorgerufen werden können. Auch als Dehnungsstreifen bekannt können diese Streifen jedoch auch z.B. durch Übergewicht, die Einnahme bestimmter Medikamente, Wachstumsschüben in der Pubertät oder bei schwachem Bindegewebe entstehen. Die stärksten Indikatoren für Schwangerschaftsstreifen bilden demnach eine hohe Gewichtszunahme und/oder eine Bindegewebeschwäche.



Während der Schwangerschaft muss sich die Haut der Schwangeren dehnen. Hinzu kommen Ursachen wie eine starke Gewichtszunahme und die Ausschüttung von Hormonen, die den Collagen-Pegel der Haut sinken lassen. Durch diese Dehnung werden die elastischen Fasern beschädigt und bilden daher die so genannten Schwangerschaftsstreifen.
Zwar bekommen nicht alle werdenden Mütter Schwangerschaftsstreifen, doch für rund 90 Prozent aller Frauen heißt es - wer die ungeliebten Dehnungen einmal hat, behält sie leider auch. Die gute Nachricht ist jedoch, dass die Streifen mit der Zeit unauffälliger werden.



Laut Experten lassen sich Schwangerschaftsstreifen mit Hilfe folgender Tipps mildern:
- Zwar essen Schwangere für zwei, sollten aber dennoch nicht vergessen, sich gesund und ausgewogen zu ernähren, um eine unnötige übermäßige Gewichtszunahme zu vermeiden – denn dieser Umstand begünstig die Formation von Schwangerschaftsstreifen.
- Mit viel Obst und Gemüse, einem Speiseplan der reich an Proteinen und Vitamin C ist, sowie das ausreichende Trinken können Schwangere sich und ihre Haut gesund und frisch halten.
Bislang ist es noch nicht möglich,Schwangerschaftsstreifen ganz zu eliminieren, z.B. durch Laserbehandlungen oder spezielle Cremes. Diese Methoden verringern aber zumindest Schwangerschaftsstreifen, dieses "Souvenir" der Austragung eines Babys.

Geweberisse vorbeugen

Eine Garantie gegen Geweberisse gibt es nicht. Ein festes Gewebe, eine elastische Haut und ein konstantes Gewicht sind der beste Schutz gegen die gefürchteten Streifen. Am besten erreicht ihr das mit Sport in Kombination mit einer ausgewogenen Ernährung, die reich an Vitaminen und Mineralstoffen ist. Vorbeugend gegen Geweberisse wirken auch Cremes mit Vitamin A oder E und Ölmassagen mit Mandel-, Weizenkeim- oder Jojobaöl. Sie verbessern die Elastizität der Haut und fördern ihre gesunde Struktur.

Übrigens: Jojoba-Öl ist ein echter Pflege-Profi. Seine Fettsäuren und sein hoher Anteil an Vitamin E geben schlaffen Zellen neuen Schwung und regulieren den Feuchtigkeitsgehalt der Haut. Toller Effekt: Die Haut wird dabei samtweich. Weil das Öl aus der olivenähnlichen Frucht dem Hautfett sehr ähnelt, ist es besonders gut verträglich. Das Jojoba-Öl kann pur in die Haut einmassiert werden oder als pflegender Wirkstoff in Cremes & Co.

Laut einer neuen Studie soll man Dehnungsstreifen vermeiden können, in dem ihr denn BH auch mal zu Hause lasst: Warum ihr ab jetzt öfter keinen BH tragen solltet

Zupfmassage gegen Geweberisse

Besonders anfällig für Dehnungsstreifen sind Frauen während einer Schwangerschaft. Hormone sorgen dafür, dass sich das Bindegewebe lockert. Außerdem dehnt sich die Haut - besonders an Bauch und Brüsten. Jetzt heißt es, Geweberissen vorzubeugen und die Haut frühzeitig und konsequent (am besten zweimal täglich) mit hochwertigen Produkten pflegen und mit regelmäßigen Massagen verwöhnen und stärken. So lockert ihr das Bindegewebe, fördert die Durchblutung und macht die Haut elastischer. Gut sind Zupf- und Ölmassagen. Auch Kneippgüsse und sanfte Bürstenmassagen kurbeln die Durchblutung an.