Gebärmutterhalskrebs: Impfung, Symptome und Stadien

Gebärmutterkrebs - er tut (zumindest zu Beginn) nicht weh, kann jede Frau treffen und kann tödlich enden: Trotz guter Fortschritte in der Forschung, gibt es noch immer Frauen, die unheilbar an Gebärmutterhalskrebs erkranken. Das muss nicht sein. Hier erklären wir euch, welche Vorsorge man treffen kann, um eine möglichst große Heilungschance zu haben.

Gebärmutterhalskrebs

Gebärmutterhalskrebs: Es geht nichts über eine regelmäßige Kontrolle beim Gynäkologen! (Bild: Thinkstock)

Der Gebärmutterhals ist die Verbindung zwischen dem unteren Teil der Gebärmutter und der Scheide. Immer häufiger "nistet" sich dort der sogenannte Gebärmutterhalskrebs (auch Zervixkarzinom genannt) ein. Gebärmutterhalskrebs entsteht, wenn man sich mit bestimmten, krebsauslösenden Papillomviren (HPV) angesteckt hat und davon oft schon jahrelang eine Infektion in sich trägt, die man nicht bemerkt hat.

Dr. Petra Buchenai aus Heimsheim ist in der Frauenheilkunde tätig und kennt sich mit den Statistiken zum Thema Gebärmutterhalskrebs aus. Sie sagt: "Jährlich erkranken rund 500.000 Frauen weltweit an Gebärmutterhalskrebs. Ca. 350.000 sterben daran - vor allem in den Entwicklungsländern. Der Grund dafür ist, dass in armen Ländern eine Früherkennungsuntersuchung, der so genannte PAP-Abstrich, zu selten oder gar nicht durchgeführt wird."

In unserem Land gibt es diese Früherkennungsprogramme durchaus und jeder Frauenarzt ist angehalten, diese Untersuchungen auch regelmäßig durchzuführen. Trotz allem nimmt nur etwa jede zweite Frau an so einem Früherkennungsprogramm teil. In Deutschland sterben von 6.000 Neuerkrankten etwa 2.000 Frauen an den Folgen des Gebärmutterhalskrebs. Und auch hier kann Frau Dr. Buchenai die Statistik bemühen: "Sogar 80 Prozent der Patientinnen waren nicht bei der Früherkennungsuntersuchung."

Mittlerweile kann man sich schon ab dem zwölften Lebensjahr gegen zwei der gefährlichen HP-Viren, und insgesamt gegen vier HP-Virenarten impfen lassen. Doch diese Impfung ist umstritten. Lest hierzu bitte auch Vorbeugen gegen Gebärmutterhalskrebs

Wie erkenne ich, dass was nicht stimmt, wenn ich gerade nicht bei der Vorsorge war?

"Oft beklagen sich die Patientinnen über sehr starke Blutungen und große Schmerzen im Unterleib oder aber sie bekommen ihre Periode plötzlich nicht mehr, sind aber weder schwanger, noch in den Wechseljahren", so Dr. Petra Buchenai.

Meistens ist das Stadium des Karzinoms aber dann schon fortgeschritten. Stellt man bei einer Frau Gebärmutterhalskrebs fest, wird in der Regel umgehend die Gebärmutter entnommen. Hat der Krebs schon gestreut, folgen die üblichen Krebsbehandlungen, wie beispielsweise Chemotherapie. Kann man mit Sicherheit sagen, dass er das noch nicht hat, dann kann es Fälle geben, bei denen man auf die starke Strahlentherapie verzichtet. Die Heilungschancen stehen besser, je eher man den Krebs erkennt. Deshalb rät Dr. Buchenai allen Frauen: "Geht regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung und lasst ein- bis zweimal im Jahr einen Krebsabstrich machen, denn er kann Leben retten."