Fersensporn

Jedes Mal sticht es in der Ferse - gleich am Morgen nach dem Aufstehen oder auch nach längerem Sitzen. Es fühlt sich an, als würde man in einen Nagel treten, und der Schmerz wird auch mit der Zeit nicht besser. Von außen ist zwar nichts zu sehen, aber innen drin hat sich womöglich bereits was getan: Denn bei den Fersenschmerzen könnte es sich um einen Fersensporn handeln. Doch was ist das überhaupt? Wie entsteht ein Fersensporn? Und was kann man gegen die Schmerzen tun? Wir haben uns bei Dr. Steffen Zenta, Facharzt für Orthopädie und Spezialist für Fußchirurgie am Münchner MVZ im Helios, umgehört.

Fersensporn

Wenn es an der Ferse schmerzt, könnte ein Fersensporn schuld daran sein.

Was ist ein Fersensporn?

Die Bezeichnung "Fersensporn" ist im Grunde genommen falsch, schließlich wächst bei diesem Krankheitsbild nichts aus dem Fuß, und die Haut ist auch in den seltensten Fällen verändert. Auf einem Röntgenbild lässt sich da schon mehr erkennen, denn bei einem Fersensporn handelt es sich um eine kleine Verkalkung oder Verknöcherung an der Unterseite der Ferse. Dr. Steffen Zenta, Facharzt für Orthopädie und Spezialist für Fußchirurgie am Münchner MVZ im Helios, erklärt: "Dort entspringt die Plantarfaszie, eine kräftige Sehne, die das Fußgewölbe verspannt und für die Elastizität des Fußes beim Gehen verantwortlich ist."

Fersensporn Ursachen

Herrscht am Ansatz dieser Sehne am Fersenbein zu viel Druck und Zug oder tritt generell eine Überbelastung - zum Beispiel durch langes Stehen - auf, kann sich der Fersensporn entwickeln. Auch Übergewicht oder Fußfehlstellungen können Fersenschmerzen begünstigen, die von einer Entzündung unter der Ferse herrühren. Allerdings kann es auch vorkommen, dass ein Fersensporn keinerlei Probleme macht und lange Zeit unerkannt bleibt.