Fastenzeit: Tipps und Tricks

Fastenzeit heißt, Ballast abzuwerfen und innerhalb eines begrenzten Zeitraums auf bestimmte Dinge zu verzichten. Vor Ostern verzichten Millionen Menschen während der Fastenzeit auf Fleisch, Alkohol uvm.. Für einen gesunden Körper hat sich daneben nun der Trend des Gesundheitsfastens verbreitet. Um Gewicht zu verlieren und den Körper zu entschlacken kann man Trink- oder Basenkuren machen. Wir stellen euch die Kuren vor und erklären, was ihr beachten solltet, wenn ihr fasten wollt.

Wasser und Tee

Wasser und Tee gehören in der Fastenzeit zu den wichtigsten Nahrungsmitteln, um den Körper zu entschlacken.

Warum soll man fasten?

Eine unbewusste Ernährung sorgt dafür, dass sich im Körper zu viele Säureschlacken und Fette ansammeln. Entweder durch Gewichtszunahme, durch Stimmungsschwankungen, ein generelles Unwohlsein oder oder oder. Die Möglichkeiten sind schier endlos. Um ihn zu entschlacken und wieder in Form zu bringen oder die Batterien aufzuladen, sind verschiedene Fastenformen möglich. Das Teefasten, das Saftfasten, das sogenannte Basenfasten und das Heilfasten nach Hildegard von Bingen, Dr. Otto Buchinger oder FX Mayr.

Basenfasten: Anleitung

Beim Basenfasten soll nicht gehungert werden, es wird lediglich auf alle säurehaltigen Lebensmittel verzichtet. Denn diese verschlacken den Organismus und sollen während der Fastenzeit ausgeschwemmt werden. Zwei Wochen lang werden hier nur basenbildende Lebensmittel gegessen. Bis auf kleine Ausnahmen sind das beispielsweise alle Gemüse- und Obstsorten. Ob ein Lebensmittel in eigenen Körper sauer wird oder nicht, hängt individuell vom Stoffwechsel ab. Komplett verzichtet werden muss auf diese Lebensmittel: Getreide (Reis, Nudeln, etc), Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte und Süßigkeiten. Kaffee, Schwarztee, Früchtetee, Alkohol und Zigaretten sind auch tabu.

750ml Saft dürfen beim Saftfasten in der Fastenzeit täglich getrunken werden.

Basenfasten ist für Einsteiger sehr gut geeignet: Hier dürft ihr die meisten Obst- und Gemüsesorten essen.

Saftfasten: Anleitung

Beim Saftfasten wird - wie der Name schon sagt - nur Saft bzw. selbstgemachte Smoothies konsumiert. Täglich sollen 750 ml Gemüse- und Obstsaft getrunken werden, dazu so viel stilles Wasser wie möglich. Alles zusammen garantiert, dass der Körper in der Fastenzeit optimal mit allen Mineralien und Nährstoffen versorgt wird. Durch den Fruchtzucker und die reichhaltigen Smoothies (ohne Milchprodukte!) entsteht allerdings doch ein Völlegefühl, das im Laufe der Fastenzeit auch zu einem Hungergefühl werden kann. Oft werden Detox-Kuren in Form von Saftfasten deshalb auch nur ein bis drei Tage durchgeführt, um den Körper in dieser Zeit zu entschlacken. Wer bequem ist und das nötige Kleingeld hat, kann sich auch eine Detox-Kur per Lieferservice zustellen lassen.

Fasten mit Wasser und Tee?

Keine Frage, Fastenkuren, bei denen nur Wasser und Tee getrunken wird, sind am anstrengendsten. Das Teefasten eignet sich perfekt zur Entgiftung, Entschlackung und Besinnung. Durch den Verzicht auf Nahrung und die Zufuhr von gesundem Tee und stillem Wasser schüttet der Körper nämlich verstärkt das körpereigene Glückshormon Serotonin aus, wodurch eine unglaubliche (Willens-)Kraft entwickelt und die Tee-Kur so auch einige Tage durchgehalten werden kann.

Warum kein Essen in der Fastenzeit?

Auch wenn es oft verwechselt wird: Fasten ist keine Diät. Fasten bedeutet deshalb auch nicht zwangsläufig abzunehmen, denn meist sind die verlorenen Kilos nach der Fastenzeit schnell wieder drauf. Es geht viel mehr um eine Grundreinigung und Neuausrichtung des Körpers. Wenn die Organe nur noch mit Säften, Suppen und Wasser durchgespült werden, können sie sich regenerieren und Schadstoffe ausscheiden. Der Körper kann entschlacken. Ein toller Nebeneffekt sind die Hochgefühle beim Fasten, die sich durch freigesetzte Botenstoffe und Hormone nach ein paar Tagen einstellen.

In der Fastenzeit sollten Ruhephasen eingeplant sein.

Den Körper von Giftstoffen befreien und "resetten"? Mit Teefasten geht das wunderbar.

Darf ich fasten?

Zwei Wochen keine Nahrung, kann ich das? Es ist wichtig, dass die Entscheidung zum Fasten von einem selbst getroffen wird und die Fastenzeit so ausgewählt wird, dass genug Ruhephasen eingeplant werden können. In einer stressigen Arbeitswoche kann das Fasten sehr anstrengend sein und erfolglos bleiben. Fastet man zum ersten Mal, sollte zuvor ein Gespräch mit dem Hausarzt stattfinden. Gesund und belastbar muss man sein, denn die ersten Tage können viel Energie kosten, die man nun nicht mehr mit Nahrung auftanken kann. Menschen mit starkem Unter- oder Übergewicht, Essstörung, Herzinfarktgefährdung oder dauerhafter Medikamenteneinnahme wird vom Fasten grundsätzlich abgeraten.

Wann ist Fastenzeit?

In der Kirche beginnt die Fastenzeit 40 Tage vor Ostern, also immer am Aschermittwoch. Während dieser Fastenzeit kann auch auf materielle Dinge verzichtet werden. Wer allerdings mittels Ernährung fasten will, der muss die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt zum Fasten ganz individuell beantworten und an den eigenen Terminkalender anpassen. Es gibt Menschen, die im Winter problemlos fasten können, andere fasten sogar im Hochsommer bei tropischen Temperaturen. Die meisten Menschen fasten allerdings im Frühjahr. Man muss gesund sein und sollte Zeit für Ruhepausen haben. Die Länge der Fastenzeit hängt von den bisherigen Erfahrungen ab, sollte beim ersten Mal aber keinesfalls länger als 12 Tage betragen.

Fasten: Vorbereitung

Fasten ohne etwas zu essen ist die extremste Form des Fastens. Aus diesem Grund muss die Fitness und Gesundheit zuvor von einem Arzt kontrolliert werden. Die Fastenzeit beginnt nicht abrupt mit dem Nahrungsentzug, sondern wird sorgfältig geplant. In einer Vorbereitungsphase werden Suppen und leichte Mahlzeiten empfohlen.

Wenn der Darm komplett entleert wurde (hier hilft zusätzlich Abführsalz aus der Apotheke), kommt in der Regel kein Heißhunger auf. Sollte das doch der Fall sein, raten Experten, sich vorzustellen, wie der Körper gerade sämtliche Giftstoffe ausspült. Dieser Gedanke soll so euphorisch wirken, dass man das Glücksgefühl nicht gegen ein schlechtes Gewissen eintauschen möchte. Hoffen wir, dass das wirklich so ist...

Während der Fastenzeit sind Yoga und Gymnastik optimal.

Yoga eignet sich während des Fastens super als ausgleichender Sport.

Auf Sport und Saunagänge sollte nun verzichtet werden. Die fehlende Nahrung schwächt den Körper vorerst. Gymnastik, Yoga und lange Spaziergänge aktivieren hingegen die Prozesse im Körper. Natürlich sollte man nicht zwei Wochen im Bett liegen und fasten. Nach vier bis fünf Tagen hat sich der Körper umgestellt und man hat genug Power, um den Alltag wie gewohnt zu bewältigen.

Habt ihr schon mal gefastet? Wie kamt ihr damit zurecht?