BMI: Alle Infos zum Body Mass Index

Normalgewicht, Untergewicht oder Übergewicht: Mit dem BMI wird das Verhältnis der Körpergröße zum Körpergewicht bestimmt und damit in Kategorien eingeteilt. Der BMI gerät jedoch immer häufiger in die Kritik und gilt in vielen Fällen nicht als aussagekräftiger Indikator für das Idealgewicht, da nicht zwischen Fett- und Muskelmasse unterschieden wird.

Frau mit Waage

Der Body Mass Index bewertet das Verhältnis von Körpergewicht zu Körpergröße!

Der Body-Mass-Index (BMI) auch Körpermassindex (KMI) genannt, wird durch das Verhältnis der Körpergröße zum Körpergewicht mit folgender Rechnung festgelegt:

BMI = Körpergewicht/Körpergröße²

Euren BMI-Wert könnt mit unserem BMI Rechner ermitteln. Das Ergebnis könnt ihr anschließend in folgende Kategorien einordnen:

Starkes Untergewicht: BMI unter 16
Mäßiges Untergewicht: BMI zwischen 16 und 17
Leichtes Untergewicht: BMI zwischen 17 und 18,5
Normalgewicht: BMI zwischen 18,5 und 25
Präadipositas: BMI zwischen 25 und30
Adipositas Grad 1: BMI zwischen 30 und 35
Adipositas Grad 2: BMI zwischen 35 und 40
Adipositas Grad 3: BMI über 40

Der BMI ist jedoch kein hunderprozentig aussagekräftiger Indikator für Idealgewicht. Weder das Verhältnis von Fett zu Muskeln, noch das Alter und die Statur werden berücksichtigt. Dennoch kann der Body Mass Index als Anhaltspunkt dienen.

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Interview mit einem Sportwissenschaftler

BMI - Body Mass Index: Was ist das und wie wirkt sich der BMI auf unsere Gesundheit aus? Der Sportwissenschaftler und Personal Trainer Matthias Haun (www.stepintosports.de) beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema.

1) Was ist eigentlich der BMI und was sagt er über unsere Figur und unsere Gesundheit aus?
Der Body Mass Index (BMI), was frei übersetzt werden kann mit Körper-Gewichts-Kennzahl, gibt an, ob Sie Idealgewicht haben bzw. wie weit Sie davon entfernt sind. Da weder Körperfett noch Muskelmasse und deren Verteilung berücksichtigt werden, kann der BMI nur als Richtwert betrachtet werden und ist als alleiniger Wert wenig aussagekräftig bezüglich unserer Figur und unserer Gesundheit. Eine Studie der Münchner Universität erklärt den BMI zur Bewertung des Krankheitsrisikos durch Übergewicht als nicht aussagekräftig.

2) Wie berechnet man den BMI und v.a. wie ist der Richtwert entstanden?

Der BMI berechnet sich aus dem Körpergewicht dividiert durch Körpergröße zum Quadrat. Ein belgischer Naturwissenschaftler und Statistiker entwickelte Ende des 19. Jahrhunderts diese Formel, die dann vor allem amerikanische Versicherungen zur Feststellung des körperlichen Zustandes verwendeten. Auf dieser Grundlage wurden dann z.B. Prämien individuell berechnet. Leider ziehen auch heute noch deutsche Versicherungen den BMI zur Einordnung des Idealgewichts heran.

3) Mein BMI ist zu hoch/zu niedrig, was bedeutet das für meine Gesundheit?

Die allgemeinen Normwerte liegen für Frauen zwischen 19-24, bzw. für Männer zwischen 20-25. BMI-Werte über 30 in Verbindung mit der Beurteilung anderer Faktoren, wie zum Beispiel erhöhtem Körperfett bzw. der Körperfettverteilung, deuten auf ein erhöhtes gesundheitliches Risiko und damit verbundene Folgeerkrankungen (Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes, Gelenkerkrankungen) hin.

Werte deutlich unter 20 können auf Untergewicht bis hin zu Magersucht oder Bulimie hinweisen. Auch hier müssen unbedingt weitere Faktoren zur endgültigen Beurteilung hinzugezogen werden. Leistungssportler weichen teilweise sehr stark von den BMI-Normwerten ab. So können Bodybuilder durch die erhöhte Muskelmasse einen hohen BMI, Marathonläufer einen eher niedrigeren BMI haben.

4) Wie kann ich meinen BMI effektiv in einen gesunden Bereich (speziell im Fall von Abnehmen) bewegen und ihn halten?

Um den BMI im Normbereich zu halten, gelten die gleichen Regeln wie für ein erfolgreiches und gesundes Ab- oder Zunehmen. Ernähren Sie sich ausgewogen, bewegen sich regelmäßig und reduzieren Sie negativen Stress!

5) Ist der BMI auch für Kinder/Jugendliche relevant?

Wird die BMI-Bewertung auch bei Kindern und Jugendlichen angewendet, so müssen unbedingt alters- und geschlechtsspezifische Unterschiede mit einfließen. Hierzu gibt es eigens entwickelte Werte (sogenannte Perzentil-Kurven), die genau diese Faktoren mit beeinflussen. Neben der fehlenden Berücksichtigung des Körperfettes ist zudem das biologische und kalendarische Alter ein weiterer unsicherer Faktor und muss zur abschließenden Interpretation des Körpergewichtes herangezogen werden.

6) Hängt meine Wohlfühlfigur mit dem BMI zusammen? Wie erkenne ich, wann ich wieder auf einem gesunden Gewichtslevel bin?
Da wir uns leider zu oft von Zahlen abhängig machen, beeinflusst wohl auch ein von der Norm abweichender BMI unser Wohlfühlempfinden negativ. Sollten Sie nicht zur leistungssportorientierten Minderheit gehören und weitere Werte wie z.B. Fettwert, Körperumfangmessungen oder Blutfettwerte sind ebenfalls weit von der Norm entfernt, ist es Zeit zu handeln. Bringen Sie aktiv diese Werte wieder in ideale Bereiche.

7) Ich würde gerne meinen BMI optimieren, aber ich halte nie durch, weil ich schnell verstimmt bin und abnehmen so anstrengend finde. Haben Sie Tipps für mich?
Lassen Sie zunächst den BMI außen vor. Körperumfangmessungen, bzw. der Hüft-Taillen-Quotient haben eher Aussagekraft, ob Sie abnehmen müssen. Setzen Sie sich nun gemeinsam mit einem Freund, Trainer oder Ernährungscoach zusammen und erarbeiten Ziele, Teilziele und den Weg dorthin. Fangen Sie mit kleinen Schritten an, belohnen Sie sich auch ab und zu bei Erreichung von Teilzielen und freunden sich mit der Königin des Erfolges an - der Regelmäßigkeit!

Matthias Haun ist Dipl. Sportwissenschaftler und Dipl. Personal Trainer in München. Mit seinem Unternehmen "step into sports" hat es sich der diplomierte Sportwissenschaftler zur Aufgabe gemacht, "Menschen zu bewegen".