Bläschen im Mund – Ursache, Symptome & Behandlung

- Jeder kennt das Problem: die Mundschleimhaut entzündet sich und es entstehen schmerzhafte Bläschen im Mund, auf der Zunge oder dem Zahnfleisch. Bei diesen Entzündungen im Mund handelt es sich um die sogenannten Aphten. Was es mit Aphten auf sich hat, welche Ursachen es dafür gibt und wie ihr sie am besten behandeln könnt, lest ihr hier.

Bläschen im Mund

Aphten, also kleine entzündete Bläschen im Mund, können sehr lästig und schmerzhaft sein ...

Entzündungen im Mund

Entzündungen im Mund sind nicht nur unangenehm und schmerzhaft, sondern können eine echte Plage sein. Zähneputzen, Mundhygiene und vor allem Essen mit Aphten im Mund  kann zu einer echten Qual werden. Doch was sind diese Bläschen im Mund? "Als Aphten werden schmerzhafte Entzündungen der Mundschleimhaut bezeichnet, die vorwiegend an der Innenseite der Lippen, am Gaumen, der Zunge oder den Mandeln auftreten. In den meisten Fällen sind die Schädigungen nur oberflächlich und heilen innerhalb weniger Tage restlos ab. Es kann aber auch vorkommen, dass die Entzündung tiefer liegt und die Aphten bis zu drei Zentimeter groß werden. Man spricht dann von Major Aphten, deren Heilung wesentlich länger andauert", erklärt Dr. Diana Svoboda, Inhaberin der Zahnklinik diPura in Essen

Ursache Aphten:Woher kommen die Bläschen im Mund?

Warum bekommt man Bläschen im Mund? Was ist die Ursache für Aphten im Mund, auf der Zunge oder dem Zahnfleisch? Eine Antwort dafür kennen die Wissenschaftler und Ärzte noch nicht. Ein geschwächtes Immunsystem nach Dr. Diana Svoboda ein Grund für eine Aphtenbildung sein. Laut der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde wurden aber auch Faktoren wie Ernährung und genetische Anfälligkeit diskutiert. So haben viele Patienten mit chronisch wiederkehrenden Aphten gemeinsam, dass sie einen Nährstoffmangel (Eisen, Folsäure, Vitamin B12, Zink) aufweisen. Auch eine Glutenunverträglichkeit könnte eine potentielle Ursache für Entzündungen im Mund sein. Es ist zudem aufgefallen, dass häufig auch Verwandte von Betroffenen an chronisch wiederkehrenden Bläschen im Mund leiden. Auch das Geschlecht könnte eine Rolle spielen. So bilden sich bei Frauen häufiger Aphten im Mund als bei Männern.

Aphten Behandlung: Was tun bei Entzündungen im Mund?

Aphten sind zwar ärgerlich, doch bei den meisten Personen mit Bläschen im Mund sind die Symptome in der Regel nicht so schwerwiegend, dass sie therapiert werden müssten. Oftmals genügt es bei der Behandlung von lästigen Aphten, auf scharfe und säurehaltige Speisen und Getränke zu verzichten und bei der Mundhygiene extra vorsichtig zu sein. In extremeren oder chronischen Fällen kann die Behandlung von Aphten auch über Mundspülungen, mit topischen Kortikosteroiden, Antibiotika oder Immunmodulatoren erfolgen. "Sehr hilfreich bei Aphten kann auch der Einsatz eines Lasers sein, da er den Schmerz reduziert und die Wundheilung fördert", fügt Dr. Svoboda hinzu.

Amphten und Bläschen im Mund

Amphten sind weiß-gelblich und haben meist einen Durchmesser von rund fünf Millimetern.

Aphten: Hausmittel gegen Bläschen im Mund

Wer trotzdem keine Lust und Geduld hat, zu warten, bis die Aphten im Mund, auf dem Zahnfleisch oder der Zunge verheilt sind, kann auch auf diese Hausmittel gegen Aphten zurückgreifen. Eine beruhigende Wirkung bei Bläschen im Mund wird zum Beispiel Teebaumöl, Kamillen- und Salbeitee nachgesagt. Daraus können Betroffene eine Mundspülung mischen, um die Entzündung zu hemmen. Allerdings gilt: sowohl bei der Behandlung von Aphten mit Hausmitteln und Medikamenten haben Forscher häufig einen Placebo-Effekt festgestellt. Das heißt, dass Patienten sich durch die Behandlung häufig nur eine Besserung der Symptome einbilden. Ob dies tatsächlich zutrifft, konnte häufig nicht wirklich festgestellt werden.

Wie vermeidet man Aphten?

"Grundsätzlich hilft eine gesunde Ernährung und Lebensweise dabei, den Körper mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen und das Immunsystem zu stärken, sodass einer Aphtenbildung bestmöglich vorgebeugt wird", sagt Dr. Diana Svoboda von diPura in Essen. Laut einem Artikel im medizinischen Fachmagazin "Der Hautarzt“ kann es (vor allem Leuten mit chronisch rezidividierenden Aphten) zudem helfen, auf sehr harte Speisen wie Zwieback oder Toastbrot zu verzichten. Auch Nüsse, sehr saure oder sehr salzige Speisen wie Saft, Zitrusfrüchte und Tomaten sowie intensive Gewürze wie Pfeffer, Paprika oder Curry sollten gemieden werden. Alkohol und Zahnpasten mit Natriumlaurylsulfat können ebenfalls Bläschen im Mund hervorrufen. Wer häufig Entzündungen im Mund bekommt, kann Aphten und Bläschen so vermeiden.