Baking: Was hinter dem neuesten Make-up Trend steckt

Ab sofort backen wir unser Make-up. Nein, es geht nicht um "gebackene" Lidschatten oder Blushes, es geht tatsächlich um eine neue Technik, wie das Make-up aufgetragen wird. Dabei ist diese Technik gar nicht so neu, sondern wurde durch die Make-up Artists von Kim Kardashian & Co. nur wieder ausgegraben und der breiten Masse präsentiert. Was genau hinter Baking (oder Cooking) steckt und warum es auf keinen Fall ein Make-up für jeden Tag ist, verraten wir euch hier.

Baking: Make-up Technik

Auf das Clown Contouring folgt Baking. Ab sofort sollen wir uns also das Make-up tonnenweise unter die Augen, auf den Nasenrücken, die Stirn und das Kinn auftragen. Und warum? Weil wir am Backen sind. Wir backen unser Make-up was nichts anderes bedeutet, als das verwendete Produkt zwischen 10 und 30 Minuten dick aufgetragen einwirken zu lassen. Ja nicht verblenden, weil der Teig will ja erst in den Ofen geschoben werden, bevor wir den leckeren Kuchen genießen können.

Was ist Baking oder Cooking?

Das Ergebnis soll ein perfekter Teint sein, feine Rillen und Fältchen sollen sich während des Backvorgangs mit dem Produkt füllen und den Teint so ebenmäßig und glatt erscheinen lassen. Außerdem ist das Hautbild so über Stunden hinweg matt und sieht selbst unter grellem Licht makellos aus. Doch das ist der springende Punkt: Baking ist absolut nicht für den Alltag gedacht. Denn diese Make-up Technik wurde ursprünglich im Theater- und Drag Queen-Bereich entwickelt. Sprich dort, wo Menschen unter heißen Scheinwerfern für eine längere Zeit auftreten müssen. Und da kommt ein schwitzig glänzender Teint natürlich ungelegen.

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Ihr habt euch bisher immer gefragt, warum Beauty-Blogger auf ihren Instagram-Fotos immer so perfekt geschminkt aussehen? Tja, sie sind höchstwahrscheinlich auch Baking-Fans und fotografieren ihre Selfies mit Blitz oder starkem frontalen Licht, so dass der Teint extra feinporig und matt wirkt. Im Alltag würde ihr Make-up allerdings extrem geschminkt wirken und die Baking-Passagen im Gesicht hart hervorstechen.

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Baking ist ein reines Show Make-up. Ob ihr also wirklich irgendwo auf der Bühne steht, oder wie Kim Kardashian über den roten Teppich lauft, oder ob ihr einfach auch mal so ein "perfektes" Selfie von euch für Instagram machen wollt: Ohne Baking geht nichts.

Baking: Make-up Tutorial

Wie funktioniert Baking? Ganz einfach. Da die zu betonenden Partien möglichst lange mattiert sein sollen, tragt ihr vorher bereits eure Foundation auf. Dann tragt ihr einen Concealer, der ein oder zwei Töne heller als euer Hautton ist, im Bereich von über den Wangenknochen bis unter die Augen auf. Darüber kommt genauso großzügig eine ordentliche Portion transparentes Puder über den Concealer. Jetzt heißt es warten.

In den nächsten 10 bis 30 Minuten sollen die Produkte durch eure Körperwärme mit der Haut verschmelzen. In der Zwischenzeit könnt ihr euer restliches Make-up vervollständigen. Ist der Baking-Vorgang vorüber, streicht ihr das restliche Produkt mithilfe eines Pinsels von eurer Haut.

Das Produkt hat sich in der Zwischenzeit selbst "eingearbeitet", ihr braucht also wirklich nur noch das überflüssige Puder wegstreichen und minimal verblenden. Und schon kann der nächste Foto-Blitz kommen.

Viel natürlicher und mit einem tollen Glow geht es so: Strobing

Werdet ihr die Baking-Methode anwenden oder ist das auch wieder nur ein Beauty-Schmarrn?