Autogenes Training

Autogenes Training – das heißt sich mit der Kraft der eigenen Gedanken zu entspannen und Stress abzubauen. Ganz so einfach, wie es sich anhört, ist es am Anfang zwar nicht, aber mit ein bisschen Zeit und Geduld kann jeder autogenes Training erlernen. Ein paar Minuten täglich reichen. Wir sagen euch, worauf es beim autogenen Training ankommt.

Mit autogenem Training tiefenentspannen. Das geht - wir verraten euch, wie!

Mit autogenem Training tiefenentspannen. Das geht - wir verraten euch, wie!

Die Technik des autogenen Trainings ist schon mehr als 80 Jahre alt, sie wurde vom Berliner Psychiater Johannes Heinrich Schultz Anfang der 1930er-Jahre entwickelt.

Wie funktioniert autogenes Training?

Mit unseren Gedanken beeinflussen wir unseren Körper in jedem Moment. Zum Beispiel, indem wir ihm den Befehl geben, die Augen zu schließen oder einen Fuß vor den anderen zu setzen. Ein Nervenimpuls leitet diesen "Befehl" über das Nervensystem in unserem Körper an die entsprechende Stelle weiter. Viele dieser Gedanken und Handlungen laufen mehr oder weniger unbewusst ab. Im autogenen Training setzt ihr eure Gedanken bewusst ein (das nennt man auch Selbstsuggestion), um euch zu entspannen.

Wobei hilft autogenes Training?

Autogenes Training entspannt euch körperlich und geistig, und kann euch dabei unterstützen, euch besser zu konzentrieren. In stressigen Situationen oder hektischen Phasen könnt ihr mit autogenem Training gezielt zur Ruhe kommen und auf Dauer im Alltag gelassener werden. Auch bei Ängsten (zum Beispiel Prüfungsangst) oder Schlafstörungen kann autogenes Training helfen.

Schlafstörungen: Was bei Schlafproblemen wirklich hilft:

Welche Übungen gibt es beim autogenen Training?

Insgesamt gibt es sieben Übungen, die ihr mit der Zeit Schritt für Schritt erlernt. Die wichtigsten sind zu Beginn die Ruhe, die Schwere- und die Wärmeübung. Zu Beginn jeder Übung sucht ihr euch eine entspannte Position, atmet tief ein und aus und schließt die Augen. Bei der Ruheübung lasst ihr eure Gedanken fließen und werdet innerlich ganz ruhig. Bei der Schwere-Übung stellt ihr euch vor, dass eure Arme und Beine schwer, bei der Wärme-Übung, dass sie warm werden. Das funktioniert nicht von Beginn an: Wie viel Zeit oder Sitzungen ihr dafür braucht, ist aber unterschiedlich. Setzt euch nicht unter Druck, sonst erreicht ihr das Gegenteil und verkrampft. Wichtig ist bei allen Übungen, dass ihr bestimmte Sätze in euren Gedanken immer wieder formuliert – zum Beispiel "Euer Arm wird schwer" – und euch vorstellt, wie sich die Wärme in eurem Arm ausbreitet. Mit der Zeit folgt euer Körper euren Gedanken und Arme und Beine werden wirklich schwer oder warm.

Wo lernt ihr autogenes Training?

Am besten in kleinen Gruppen. Kurse gibt es überall, zum Beispiel an Volkshochschulen. Sogar einige Krankenkassen bieten ihren Versicherten in der Zwischenzeit Kurse für autogenes Training an. Wichtig ist, dass die Gruppe nicht zu groß ist, damit es nicht unruhig wird und ihr euch wirklich entspannen könnt. Seid ihr erst mal fit in autogenem Training könnt ihr die Übungen in euren Alltag einbauen.

Was braucht ihr für autogenes Training?

Wichtig ist, dass ihr bequem sitzt oder liegt, damit sich eure Muskeln entspannen können. Anfängern fällt autogenes Training im Liegen meistens leichter. Außer bequemer Kleidung und einer Yogamatte braucht ihr nichts für euer autogenes Training. Während der Entspannungsphase solltet ihr nicht frieren, also lieber ein dickes Paar Socken extra einpacken, und eure Kleidung sollte euch nicht einschnüren oder beengen.

Welche Erfahrungen habt ihr mit autogenem Training gemacht? Lasst es uns mit eurem Kommentar wissen.