Abnehmen mit Weight Watchers – so funktioniert‘s

Jeder, der schon mal eine Diät gemacht hat, weiß: Schnell ein paar Pfunde loszuwerden, ist meistens leicht. Knifflig wird’s, wenn es ans langfristige und gesunde Abnehmen geht. Es gibt unzähliche verschiedene Diäten und eine große Menge an Methoden zum Abnehmen und die Weight Watchers Methode ist nur eine davon. Bei Weight Watchers wird versprochen, das neue Gewicht zu halten, ohne Opfer des gehasst-gefürchteten Jojo-Effekts zu werden und den Körper gleichzeitig mit allen wichtigen Nährstoffen, Vitaminen & Co. zu versorgen.Wir haben der Weight Watchers Methode mal auf den Zahn gefühlt

Frau entsetzt mit Waage in der Hand

Ist Weight Watchers wirklich ein Weg, um langfristig abzunehmen? (BIld: Thinkstock)

Das Weight Watchers-Versprechen: Mithilfe der ProPoints, einer Umstellung des Essverhaltens, regelmäßiger Bewegung und Gruppentreffen sollen Teilnehmerinnen des Weight Watchers-Programm lernen, langsam abzunehmen und ihr neues Gewicht zu halten.
 
Die Weight-Watchers-Methode:


1. ProPoints
Gezählt wird auch bei den Weight Watchers. Allerdings nicht Kalorien, sondern Punkte. Anfang 2010 hat Weight Watchers ein neues Punkte-System eingeführt. Statt der bisherigen „Flex Points“ werden jetzt die sogenannten „ProPoints“ gezählt.  Der Unterschied: Bei den „FlexPoints“ wurde hauptsächlich der Kalorien- und Fettgehalt in Lebensmitteln berücksichtigt. Der „ProPoints“-Wert ist vom Eiweiß-, Kohlenhydrat-, Fett- und Ballaststoffanteil abhängig. Oder besser gesagt: Diese vier wichtigen Nährstoffe fließen in die Berechnung des Wertes mit ein, d.h. das Lebensmittel wird ganzheitlich betrachtet.



Jedes Lebensmittel hat einen bestimmten Punkte-Wert. Lebensmittel, die lange satt machen,  sind entsprechend gekennzeichnet. Der „Satt-Faktor“ soll euch dabei helfen, eure Mahlzeiten zusammenzustellen und fiese Heißhungerattacken zu vermeiden. Im Weight-Watchers-Einkaufsführer sind die ProPoints für insgesamt 27.000 Lebensmittel aufgelistet, außerdem gibt es einen speziellen Restaurantführer.
 


Zu Beginn der Diät legt euer Weight Watchers-Coach fest, wie viele ProPoints ihr täglich verbrauchen dürft, wenn ihr abnehmen wollt. Die Anzahl der Punkte errechnet er aufgrund von Faktoren wie eurer Körpergröße, eurem Alter, Geschlecht und aktuellem Gewicht.


 
Zusätzlich gibt es im Weight Watchers-Programm einmal pro Woche ein „Wochenextra“. Das sind Punkte, die ihr an einem beliebigen Tag extra einsetzen dürft (also Tagespunkte plus Wochenextra-Punkte!), zum Beispiel bei einem Restaurantbesuch oder einer Grillparty. Wenn ihr euch an die Punktevorgabe haltet, sollt ihr so bis zu einem Kilo in der Woche verlieren können.


 
Die Weight-Watchers-Methode:


2. Verhaltensänderung
Mithilfe des Weight-Watchers-Programm sollt ihr euer Essverhalten dauerhaft auf eine ausgewogene fettarme, eiweiß- und ballaststoffreiche Ernährung mit viel frischem Obst, Gemüse und Salat, guten Kohlehydraten, Fisch, Geflügel und Milchprodukten umstellen. Das Punktesystem "belohnt" euch dafür, wenn ihr eure Mahlzeiten überwiegend aus solchen Lebensmitteln zusammenstellt. Denn in der Regel haben sie weniger ProPoints als fetthaltige Nahrung, ihr könnt also mehr davon essen.


So haben die meisten Obst- und Gemüsesorten den ProPoints-Wert 0, sie fallen also auf eurem täglichen Punktekonto nicht ins Gewicht. Verbotene Lebensmittel gibt es bei Weight Watchers nicht, es kommt vielmehr darauf an, sie in einem vernünftigen Maß in den Speiseplan einzubauen. Ihr müsst also nicht grundsätzlich auf Schokoriegel, Chips oder Pizza verzichten. Alle Weight Watchers-Teilnehmer führen ein Tagebuch, in dem sie notieren was sie wann essen und trinken. So sollen falsche Essgewohnheiten aufgespürt werden und auf Basis dieser Aufzeichnungen, kann der Coach gezielt beraten sowie Tipps und Hilfestellungen geben.

 
Die Weight-Watchers-Methode:


3. Bewegung


Aqua-Jogging, Radfahren, Walken – für welche Sportart ihr euch entscheidet, ist egal. Hauptsache ihr bewegt euch im Alltag, und das so oft es geht. Denn das Weight-Watchers-Programm basiert auf dem Prinzip der negativen Energiebilanz. Das heißt, dass ihr mehr Energie verbrauchen müsst, als ihr zu euch nehmt, um abzunehmen. Wer Sport macht oder immer Treppen steigt, anstatt den Lift zu nehmen, verbraucht mehr Energie, baut Muskeln auf und erhöht so auf Dauer seinen Energiegrundumsatz. Das wird belohnt: Für "Bewegungseinheiten" dürft ihr euch ProPoints gutschreiben.


 
Die Weight-Watchers-Methode:


4. Gruppensitzungen


Die wöchentlichen Gruppentreffen sind ein wichtiger Baustein des Weight-Watchers-Diätprogramms. Die meisten der qualifizierten Gruppenleiterinnen haben selbst mit dem Programm abgenommen. Sie erklären das Weight Watchers-Ernährungskonzept und geben Tipps, wie ihr die ProPoints-Methode und regelmäßige Bewegung in euren Alltag integrieren könnt. Jede Woche wird ein neues Thema behandelt, das euch beim Abnehmen unterstützen soll, zum Beispiel wie ihr mit Genuss und ProPoints durch die Grillsaison oder die Weihnachtszeit kommt.


 
Außerdem könnt ihr euch über eure Erfahrungen, Erfolge und Probleme austauschen und euch gegenseitig unterstützen und motivieren. Getreu dem Motto "Gemeinsam sind wir stark" fällt das Abnehmen in der Gruppe vielen Teilnehmern leichter, als allein eine Diät durchzuziehen. Das war vor über 45 Jahren auch der Grundgedanke der Weight-Watchers-Gründerin Jean Nidetch, die auf den positiven Effekt des Austauschs mit Gleichgesinnten setzte.


 
Vorteile des Weight Watchers-Programms


Ernährungsexperten sind sich einig: Der Schlüssel zum Wunschgewicht ohne Jojo-Effekt ist eine Kombination aus ausgewogener, vollwertiger Ernährung und viel Bewegung. Auf dieser Kombi basiert auch das Weight-Watchers-Programm. Es ist flexibel, setzt auf Gruppendynamik und langfristig auf eine Ernährungsumstellung.
 


Nachteile des Weight Watchers-Programms


Die Kosten: Weight Watchers ist ein kostenpflichtiges Programm. Mit bis zu 50 Euro Gebühr im Monat macht sich die Teilnahme deutlich im Geldbeutel bemerkbar.


 
Die Weight Watchers Punkte: Auch wenn die ausgewogene Ernährung das Wunschziel des Weight Watchers-Programms ist, garantiert ist sie nicht, denn die Weight Watchers-Teilnehmer entscheiden selbst, wie sie ihre Punkte einsetzen. Auch die Versuchung, einfach ein paar Punkte einzusparen und so schneller abzunehmen, ist groß.


Dann besteht jedoch die Gefahr, dass der Körper nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt wird. Gerade zu Beginn sind das Nachschlagen der ProPoints und das Zusammenrechnen relativ zeitaufwändig.


 
Die Fertigprodukte: Weight Watchers ist ein kommerzielles Unternehmen und bietet in der Zwischenzeit ein großes Sortiment an Lebensmitteln im Supermarkt an. Neben Quark, Käse und Wurst gibt es auch viele Fertigprodukte wie Suppen und Mikrowellengerichte. Die passen nicht so recht zum Weight Watchers-Programm, das auf frische Zutaten und eine frische Zubereitung setzt, und sind obendrein relativ teuer. Im Gegensatz zu selbst gekochten Mahlzeiten enthalten die Mikrowellengerichte außerdem Geschmacksverstärker wie Hefeextrakt (Glutamat), Aromen und Zusatzstoffe, die konservieren oder süßen.
 


Was kostet Weight Watchers?


Ihr könnt zwischen drei Weight-Watchers-Angeboten wählen.


1. Gruppentreffen
Die einmalige Anmeldegebühr für Weight Watchers beträgt 15 Euro, die wöchentliche Treffengebühr 12 Euro. Ihr könnt so viele Treffen in der Woche besuchen, wie ihr möchtet (gilt im Zusammenhang mit dem MonatsPass).


 
2. MonatsPass von Weight Watchers


Wenn ihr euch für den Monatspass entscheidet, zahlt ihr die Teilnahmegebühr für eure Weight-Watchers-Treffen für einen ganzen Monat. Dafür könnt ihr unbegrenzt an so vielen Treffen teilnehmen, wie ihr möchtet. Mit zum Angebot gehört der Zugang zum Weight Watchers @ssistent, der online interaktive Tools, Tipps und Rezepte bietet. Ihr bekommt jeden Monat per Post einen neuen MonatsPass zugeschickt, bis ihr kündigt. Diesen bringt ihr zu jedem Weight-Watchers-Treffen mit. Die Gebühr für den MonatsPass beträgt zurzeit monatlich 39,95 Euro.
 
3. Online-Abo


Wer mag kann sich für die „abgespeckte“ Weight Watchers Online-Variante ohne Gruppentreffen entscheiden. Hier stehen euch interaktive Tools zur Analyse eures Essverhaltens und zur Gewichtskontrolle sowie Fitness-Tipps und eine Rezeptdatenbank zur Verfügung.
Die einmalig anfallende Abo-Gebühr beträgt 29,95 Euro, die Monatsrate 15,95 Euro. Aktuell bietet Weight Watchers außerdem das „3-Monat-Einstiegsangebot“ als vergünstigtes Aktions-Angebot an.
 
Wie kündige ich Weight Watchers?


1. Gruppentreffen


Für die Weight Watchers-Gruppentreffen gibt es keine Kündigungsfristen. Ihr könnt eure Teilnahme jederzeit beenden, indem ihr nicht mehr zu den Treffen geht.
 
2. MonatsPass


Der Weight Watchers MonatsPass wird jeden Vertragsmonat automatisch verlängert, bis ihr kündigt. Der Betrag wird immer 15 Tage vor dem Datum der automatischen Verlängerung fällig. Die Kündigung kann schriftlich oder per E-Mail erfolgen. Trifft eure Kündigung in den ersten zwölf Tagen des Vertragsmonats bei Weight Watchers ein, endet euer Vertrag zum Ende des laufenden Vertragsmonats. Trifft eure Kündigung später ein, wird der Rechnungsbetrag für den nächsten Vertragsmonat abgebucht und euer Weight Watchers-Vertrag endet an dessen Ende.
Ein Beispiel: Wenn ihr euren Vertrag am 5. Eines Monats abgeschlossen habt, muss eure Kündigung bis zum 16. bei Weight Watchers eingehen, sonst ist die Gebühr für einen weiteren Monat fällig.
 
3. Online-Abo


Auch das Weight Watchers Online-Abo verlängert sich automatisch um einen Vertragsmonat, wenn es nicht gekündigt wird. Kündigen könnt ihr jederzeit – entweder schriftlich oder per E-Mail. Die Kündigung wird 72 Stunden nach Erhalt der Kündigungserklärung wirksam.

cschneider

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Kommentare
witchhunterwitchhunter09.08.2012 - 16:37
hmmm klingt ja gar nicht so schlecht...habt ihr erfahrung mit dem programm? so eine gruppe gibt doch guten rückhalt oder?
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