Verhütungsstäbchen
Verhütungsstäbchen, Verhütungspflaster, Dreimonatsspritze, Antibabypille … Auch wenn ihr hormonell verhüten wollt, könnt ihr zwischen verschiedenen Methoden wählen. Das Verhütungsstäbchen ist eine Methode der Langzeitverhütung. Wir haben für euch die wichtigsten Facts zum Verhütungsstäbchen zusammengestellt.
Wer die Wahl hat, hat die Qual: Heutzutage gibt es eine Vielzahl an Verhütungsmethoden. Immer beliebter: Die Verhütungsstäbchen!
Was ist das Verhütungsstäbchen?
Das Verhütungsstäbchen (Hormonimplantat) ist etwa vier Zentimeter lang, dünn, flexibel und aus Kunststoff. Der Arzt schiebt es mit einer Kanüle (unter örtlicher Betäubung) unter die Haut an der Innenseite eures Oberarms.
In dem Implantat befindet sich eine bestimmte Menge Gestagen, das laufend abgegeben wird. Das Hormon verdickt den Schleim in eurem Gebärmutterhals, sodass die Spermien nicht die Eizelle erreichen können. Außerdem unterdrückt es den Eisprung.
Der Hormonvorrat im Verhütungsstäbchen reicht für maximal drei Jahre. Danach muss das Verhütungsstächen gegen ein neues ausgetauscht werden, wenn ihr weiter mit dieser Methode verhüten wollt. Um das Verhütungsstäbchen zu entfernen, betäubt der Arzt die Stelle und macht einen winzigen Schnitt. Die klitzekleine Narbe, die zurückbleibt, fällt nicht auf und verblasst mit der Zeit.
Was kostet das Verhütungsstäbchen?
Mit Kosten um die 350 Euro ist das Verhütungsstäbchen nicht ganz billig. Es "lohnt" sich also nicht als kurzfristige Verhütungsmethode.
Vorteile des Verhütungsstäbchens
Ihr wisst ja: Keine Verhütungsmethode kann euch hundertprozentig vor einer Schwangerschaft schützen. Doch das Verhütungsstäbchen gehört zu den sichersten Verhütungsmethoden.
Da die Hormone automatisch abgegeben werden, könnt ihr die Einnahme nicht vergessen. Außerdem haben Erbrechen und Durchfall keinen Einfluss auf die Wirksamkeit des Verhütungsstäbchens, da die Hormone nicht über das Verdauungssystem in euer Blut gelangen.
Für maximal drei Jahre müsst ihr nicht an Verhütung denken. Und da Verhütungsstäbchen kein Östrogen enthalten, eignen sie sich für Frauen, die aus gesundheitlichen Gründen keine Östrogene einnehmen sollen. Ob das Verhütungsstäbchen für euch geeignet ist, besprecht ihr am besten mit eurem Gynäkologen.
Nachteile des Verhütungsstäbchens
Das Verhütungsstäbchen greift in den Hormonhaushalt des Körpers ein. Das kann Nebenwirkungen haben. Zum Beispiel das Ausbleiben eurer Periode, Schmierblutungen, Haarausfall, depressive Verstimmungen, Migräne, Spannungsgefühle in der Brust, Akne und sexuelle Unlust. Außerdem schützt das Verhütungsstäbchen nicht vor AIDS und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten. Manche Frauen nehmen durch das Verhütungsstäbchen auch etwas an Gewicht zu.





















