Verhütungsring – eine Alternative zur Pille
Die Ansprüche an moderne hormonelle Verhütungsmethoden sind vielfältig: Frauen wünschen sich einen zuverlässigen und einfach anzuwendenden Schutz vor einer unerwünschten Schwangerschaft. Am besten eine Methode, die zu ihrem Lebensstil passt.
Dieser Aspekt des Lebensstils kommt bei der Beratung in der Frauenarztpraxis oft zu kurz: 54 Prozent der deutschen Frauen sind sich nicht sicher, ob ihr Lebensstil beim Arztgespräch berücksichtigt wurde.
Doch gerade das Beratungsgespräch hat großen Einfluss auf die Wahl der Verhütungsmethode wie eine aktuelle Studie zeigt: Zwar blieb die Pille sowohl vor als auch nach der Beratung die häufigste Wahl. Allerdings entschieden sich nach der Beratung auch mehr Frauen für Alternativen. Der Anteil des Verhütungspflasters stieg von 5 auf 8 Prozent. Noch deutlicher fiel der Zuwachs beim Verhütungsring aus: Sein Anteil vervierfachte sich nahezu von 8 auf 30 Prozent.
Hauptsache zuverlässig
Im Hinblick auf die Zuverlässigkeit ist der Ring mit anderen hormonellen Verhütungsmethoden vergleichbar. Wie bei der Antibabypille basiert die empfängnisverhütende Wirkung auf einer Kombination der Sexualhormone Östrogen und Gestagen.
Bei der Anwendung des Rings muss die Frau nicht täglich an ihr Verhütungsmittel denken. Sie führt den flexiblen Ring selbst einmal im Monat wie einen Tampon in die Scheide ein, wo er über drei Wochen gleichmäßig Hormone abgibt. Sie werden über die Scheidenschleimhaut in den Körper aufgenommen und entfalten eine empfängnisverhütende Wirkung, die auch in der vierten Woche, in der der Ring nicht mehr getragen wird, erhalten bleibt. Da die Hormone aus dem Verhütungsring den Magen-Darm-Trakt nicht passieren, haben Magenverstimmungen, Erbrechen und Durchfall keinen Einfluss auf die Verhütungssicherheit.
Frauen wünschen sich eine zuverlässige, einfach anzuwendende Verhütung, die zu ihrem Lebensstil passt.
Verhütung nach Maß
Frauen wünschen sich eine Verhütung, die sich ihrer Familienplanung flexibel anpassen lässt. Bei Kinderwunsch soll die Fruchtbarkeit schnell wiederhergestellt sein. Mit dem Verhütungsring ist dies ebenso möglich wie mit der Pille: Wird nach der einwöchigen Pause kein neuer Ring in die Scheide eingelegt, stellt sich der natürliche Zyklus der Frau rasch wieder ein.
Wie auch bei anderen kombinierten Verhütungsmitteln kann es bei der Anwendung des Verhütungsrings zu Nebenwirkungen kommen. Darunter sind Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Brustspannen oder Hautunreinheiten am häufigsten. Seltener können Veränderungen der Blutgerinnung bzw. Thrombosen oder Depressionen auftreten.
Ungeeignet ist die Methode für Frauen, die keine Hormone zur Empfängnisverhütung einsetzen dürfen, weil sie z. B. eine Thrombose hatten, an Herz-Kreislauferkrankungen, bestimmten Tumorerkrankungen oder Migräne leiden. Im Beratungsgespräch wird der Frauenarzt diese so genannten Kontraindikationen vor der Verordnung des Verhütungsmittels mit der Frau individuell erörtern. Informationen zum Thema Verhütung gibt es unter www.femaleaffairs.de, ein Informationsangebot der Firma MSD.
Sharila05.10.2012 - 12:55
kittyHH05.10.2012 - 05:10
psycho_bambi18.09.2012 - 14:43 












