Das Verhütungspflaster
Das Verhütungspflaster (Hormonpflaster) ist seit 2003 in Deutschland zugelassen. Bisher verhüten jedoch nur wenige Frauen damit. Wir haben für euch die wichtigsten Fakten zum Verhütungspflaster zusammengestellt. Wie wirkt das Verhütungspflaster? Wie wird es angewendet? Und natürlich welche Vor- und Nachteile hat das Verhütungspflaster?
Das Verhütungspflaster ist ein hormonelles Verhütungsmittel. Es gibt eine Kombi der Hormone Östrogen und Gestagen ab. Östrogen und Gestagen unterdrücken den Eisprung und die Reifung der Eizelle, Gestagen verhindert außerdem, dass sich eine befruchtete Eizelle in der Gebärmutter einnisten kann. Das Verhütungspflaster wirkt also wie die Pille. Der Unterschied: Während ihr die Pille schluckt und die Hormone über euren Magen-Darm-Trakt ins Blut gelangen, werden die Hormone beim Verhütungspflaster über eure Haut aufgenommen.
Anwendung des Verhütungspflasters
Die Anwendung des Verhütungspflasters ist ganz einfach: Ihr klebt das Verhütungspflaster auf eine gesunde Hautstelle auf eurem Bauch, Po, der Außenseite eures Oberarms, Schulterblätter oder Rücken – nicht auf die Brust! Das Verhütungspflaster wird 21 Tage getragen und wöchentlich (immer am selben Wochentag) gewechselt. Die vierte Woche ist „pflasterfrei“, dann geht es wieder von vorn los. Das dünne, hautfarbene Pflaster haftet sehr gut, ihr könnt damit auch baden, duschen, schwimmen und in die Sauna gehen. Löst sich ein Pflaster doch, muss ein neues aufgeklebt werden. Verhütungspflaster sind wie die Pille verschreibungspflichtig. Eine Dreimontagspackung mit neun Pflastern kosten um die 50 Euro.
Vorteile des Verhütungspflasters
Das Verhütungspflaster wird wöchentlich gewechselt – ihr müsst also nicht täglich an die Einnahme denken wie bei der Pille oder direkt vor dem Sex wie beim Kondom oder Diaphragma. Da die Hormone über die Haut und nicht über den Magen-Darm-Trakt ins Blut gelangen, wirkt das Pflaster auch dann, wenn ihr an Erbrechen oder Durchfall leidet. Kein Verhütungsmittel schützt euch hundertprozentig vor einer Schwangerschaft, doch das Verhütungspflaster zählt bei korrekter Anwendung zu den sichersten Methoden.
Nachteile des Verhütungspflasters
Das Verhütungspflaster kann Reizungen und Rötungen der Haut verursachen. Obwohl das Verhütungspflaster hautfarben ist, ist es aufgrund seiner Größe sichtbar, was einige Frauen besonders im Sommer stört. Wie alle anderen hormonellen Verhütungsmittel schützt euch auch das Verhütungspflaster nicht vor AIDS und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten (das tut nur das Kondom) und es kann Nebenwirkungen haben. Neben Hautreizungen sind die häufigsten starke Spannungsgefühle in der Brust, Kopfschmerzen, Übelkeit, Menstruationsbeschwerden und ein erhöhtes Thromboserisiko. In seltenen Fällen kann sich das Verhütungspflaster lösen, ihr solltet also regelmäßig überprüfen, ob es noch gut haftet. Für Frauen, die mehr als 90 Kilo wiegen, ist das Verhütungspflaster nicht empfehlenswert, da es bei ihnen verstärkt zu ungewollten Schwangerschaften kommen kann.
















