Männersecrets - Mein großes Geheimnis
Es hat eine Weile gedauert. Aber irgendwann haben sie doch geredet. Das Warten hat sich gelohnt: Zwölf Geständnisse von Männern – witzig bis tragisch
(Bild: Fotolia)
Zu Hause bin ich gerne nackt! Thomas, 24
Ich habe einen Nebenjob auf dem Bau. Wenn ich nach Hause komme, geh ich unter die Dusche und bleib dann einfach so. Ich koche, schaue Fernsehen, alles, was man abends eben macht. So kann ich sein, wie ich bin. Das heißt aber nicht, dass ich immer überall nackt herumlaufen will. Nur da, wo ich Privatsphäre hab.
Ich lasse mir Botox spritzen! Stephanos, 42
Das kleine Nervengift und das gesellschaftsfähige Gepiekse – „Botox niemals!“, lautete meine klare Absage! Soll ja Männer geben, die sich Gesäß- und Brustmuskel-Attrappen aus Silikon einbauen lassen – da ist Botox nur der Anfang, dachte ich mir. Bis mein lieber Freund Michael seine dermatologische Praxis eröffnete. Natürlich kam der Moment, den ich insgeheim immer gefürchtet hatte: Michael fragte mich, ob ich nicht mal seine Dienste in Sachen Männerschönheit ausprobieren möchte. Nein, wollte ich nicht, mein Großvater ist mit 102 Jahren verstorben und sah aus wie 79,5, also habe ich gute Gene. Doch Michael erklärte, was es mir gerade wegen meines jugendlichen Aussehens – wichtig für meine Arbeit als Creative Director! – nutzen werde:
Die Haut wird an kritischen Stellen entspannt, und sowohl Peeling als auch Hautcremes und -wässerchen können besser einwirken. Das ließ ich mir nicht zweimal sagen, und schon bald wusste ich, warum man in Wien zu Dr. Michael Kuhn auch „die ruhigste Nadel der Stadt“ sagt. Seitdem lasse ich alle sechs Monate eine winzige Korrektur mittels Botox vornehmen. Ich sehe zwar keinen Tag jünger aus als ohne das Teufelszeug, aber dafür altere ich laut Dr. Botox bedeutend langsamer. Wir werden uns darüber unterhalten, wenn ich 102 geworden bin.
Ich habe beim Protokoll betrogen Michael, 26
Für die Uni-Abschlussarbeit musste ich eine Umfrage machen. Weil erstens viele Leute keine Lust auf so was haben und ich zweitens unter Zeitdruck war, habe ich geschummelt. Und ein Viertel der Bögen unerlaubterweise selbst bearbeitet oder von Freunden ausfüllen lassen. Wenn das irgendwann mal rauskommt, kann ich meinen akademischen Titel wieder abgeben. Ich hab ein super-schlechtes Gewissen deswegen und würde es nicht noch mal machen. Aber manchmal heiligt doch der Zweck die Mittel, oder?
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