Eine Antibabypille mit natürlichem Östrogen
Bei der Wahl ihrer Verhütungsmethode verlassen sich die meisten Frauen auf die Antibabypille. Grund genug, ihre Zusammensetzung weiter zu verbessern. Die neueste Entwicklung ist eine Pille mit natürlichem Östrogen.
Die Antibabypille ist das Verhütungsmittel Nr. 1 in Deutschland.
Eine zuverlässige Verhütung, gute Verträglichkeit und eine einfache Anwendung gaben Frauen als die wichtigsten Kriterien bei der Auswahl ihres Verüütungsmittels an. Mit der Befragung von 1.000 Frauen zwischen 16 und 45 Jahren erforschte Kantar Health im Auftrag der MSD SHARP & DOHME GMBH die Einstellung zu Verhütungsmitteln. Die große Mehrheit der Befragten (84 Prozent) gab an, eine Methode zur Empfängnisverhütung zu nutzen. Fast die Hälfte der Frauen zwischen 16 und 45 Jahren setzt dabei auf die Pille, in der Altersgruppe unter 30 Jahren sind es sogar fast zwei Drittel. 45 Prozent der Pillenverwenderinnen benutzen zusätzlich ein Kondom, das auch Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten bieten soll.
Im Fokus: Die Hormonkombination
Die meisten Pillen sind Kombinationspräparate. Sie setzen sich aus den Sexualhormonen Östrogen und Gestagen zusammen. Seit der Einführung der Pille in den 60er Jahren haben Pharmazeuten sie ständig verbessert: Sie haben die Menge der enthaltenen Hormone verringert und verschiedene Gestagene entwickelt. Das Östrogen hingegen ist in fast allen Pillen das Gleiche geblieben. Die Suche nach einem natürlicheren Östrogen hat zu einer neuen Form von kombinierten Pillen geführt: Sie enthalten ein Östrogen, das mit dem in den Eierstöcken der Frau gebildeten Hormon identisch ist.
Im Durchschnitt kann eine Frau rund 40 Jahre lang schwanger werden. Ebenso lange braucht sie eine zuverlässige Verhütung, wenn sie kein Kind bekommen möchte. Aufgrund dieser langen Verhütungskarriere könnte eine Pille mit einem natürlichen Östrogen vor allem für junge Frauen interessant sein.
Zuverlässige Wirkung
Auch für eine Pille mit natürlichem Östrogen gilt: Sie muss täglich eingenommen werden, damit sie zuverlässig vor einer unerwünschten Schwangerschaft schützt. Ist diese Voraussetzung erfüllt, liegt ihr Pearl-Index, ein Maß für die Zuverlässigkeit einer Verhütungsmethode, bei 0,4. Damit gilt sie als sehr zuverlässig. Wirkung und Zuverlässigkeit jeder herkömmlichen Pille basieren auf verschiedenen Mechanismen: Die Hormone hemmen beispielsweise die Eizellreifung und den Eisprung, verändern den Schleim im Gebärmutterhals so, dass die Spermien nicht in die Gebärmutter gelangen können, und sorgen unter anderem für eine flache Gebärmutterschleimhaut, wodurch sich die Eizelle nicht einnisten kann.
Meist kurze und leichte Blutungen
Die Einnahme der Pille mit natürlichem Östrogen erfolgt an 28 Tagen des Zyklus. 24 Tabletten enthalten empfängnisverhütende Hormone, dann folgen vier wirkstofffreie Tabletten. Während der viertägigen Einnahme der wirkstofffreien Tabletten kommt es im Allgemeinen zur Regelblutung.
Wie bei jedem kombinierten hormonellen Verhütungsmittel können auch bei der Pille mit natürlichem Östrogen Nebenwirkungen auftreten. Sie sind mit denen einer herkömmlichen Pille vergleichbar, beispielsweise Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Empfindlichkeit der Brüste, Hautveränderungen und Blutungsunregelmäßigkeiten.
Bei einigen Erkrankungen, wie zum Beispiel bestehenden oder vorangegangenen Thrombosen, Migräne, Lebererkrankungen oder bestimmten Tumoren, darf die Pille nicht eingenommen werden. Im Beratungsgespräch prüft der Frauenarzt daher, ob eine Frau ein kombiniertes hormonelles Verhütungsmittel anwenden darf und stellt erst dann ein entsprechendes Rezept aus. Mehr Informationen zum Thema Verhütung gibt es unter www.femaleaffairs.de , ein Informationsangebot der Firma MSD.
Foto: MSD
Sharila21.01.2013 - 23:51 






