Jolie.de: Wie sind Sie auf die Teddys und Grizzlys als Synonyme für die Seele und die inneren Schutzmechanismen gekommen?
Der Begriff Schutzmechanismus war mir zu technisch. Zwar sind Schutzmechanismen logisch und gedanklich richtig, aber für mich entsprach das nicht dem emotionalem Hintergrund. Die Grizzlys und Teddys dagegen sind greifbare Bilder.
Die Grizzlys schützen die Seele und die Gefühle des Menschen, den Teddy-Bereich. Wenn Ihr Partner sich angegriffen fühlt, wird er Ihnen wahrscheinlich nur mit den Grizzlys antworten und sie im übertragenden Sinne anbrüllen. Dann wird der Partner plötzlich "ungenießbar" und fährt die Krallen aus. Die Intention dahinter ist jedoch nur der Schutz der Teddys, beziehungsweise der Schutz vor Verletzungen. Dann ist der Partner nicht mehr "kuschelig". Wenn man hingegen mit den Teddys des Partners Kontakt hat ist es "sehr weich und liebevoll".
Jolie.de: Gerade wenn wir es demnach mit den Grizzlys unseres Partners zu tun haben, stellt sich häufig heraus dass Männer sich nur sehr selten entschuldigen. Wie sollten wir damit umgehen?
Sie sollten nicht darauf bestehen, dass Ihr Partner sich rückwirkend für etwas entschuldigt, sondern lieber darauf achten, ob er in Zukunft sein Verhalten verändert.
Man sollte allgemein nicht soviel Gewicht auf eine Entschuldigung legen, sondern lieber in Bezug auf die Zukunft handeln: Das und das würde ich mir wünschen.
Abgesehen davon ist es wichtig, nicht allzu vorwurfsvoll heikle Themen anzusprechen, sondern lieber in der Tedsprache, also der Gefühls- und Empfindungssprache, vorzufühlen.
Jolie.de: Wie sollte man am besten reagieren, wenn man beispielsweise versetzt wurde und dadurch ein Streit vorprogrammiert ist?
Wir dürfen die Gefühle haben die wir haben. Beispielsweise Wut: Wir sollte die Gefühle nur nicht als Messer gegen den anderen einsetzen. Die Gefühle zu haben, bedeutet das Messer nicht auszupacken, sondern im übertragenen Sinne lässt man das Messer nur in der Tasche aufgehen und sagt seinem Partner dass er da einen Wunden Punkt getroffen hat.
Es kann auch richtig sein der Wut Luft zu machen. Da bieten sich verschiedenen Möglichkeiten an, zum Beispiel in erfundener Sprache den anderen beschimpfen denn dann verletzt es nicht so sehr.
Der große Beziehungscheck: Testen Sie, ob Sie bereit für eine gemeinsame Wohnung sind!
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